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Symbol Fördergeber Bund Umfassende Sanierung

Bundesförderung für thermische Gebäudesanierung

Achtung, ab 1. Juni 2021 neue Förderbedingungen!

Bundesförderung im Rahmen der Umweltförderung im Inland (UFI).

Gefördert wird

Verbesserung des Wärmeschutzes von überwiegend - d.h. mehr als 50% der beheizten Bruttogrundfläche - betrieblich bzw. für öffentliche Zwecke genutzte Gebäude, die älter als 20 Jahre sind. Förderbar sind Material, Montage und Planung für Leistungen zur Reduktion des Heizwärmebedarfs, die gemäß Energieausweisen erforderlich sind. Dazu zählen u.a.

  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der obersten Geschossdecke bzw. des Daches
  • Dämmung der untersten Geschossdecke bzw. erdanliegenden Fußbodens
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren
  • freiwilliger Einbau von Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung
  • Außenliegende Verschattungssysteme zur Reduzierung des Kühlbedarfs des Gebäudes
  • extensive Dachbegrünung
  • Fassadenbegrünung

Förderhöhe

Max. 30% der Investitionsmehrkosten und max. 1 Euro pro jährlich reduzierter kWh Heizwärmebedar bzw. Pauschalen in Abhängigkeit der Sanierungsqualität und bezogen auf das Gebäude-Bruttovolumen in m³ vor der thermischen Sanierung. Maximal 4,5 Mio Euro pro Projekt.

Einmaliger Investitionskostenzuschuss als Pauschale je nach Qualitätsstufe (Bedingungen und Formeln für HWB und fGEE - siehe Infoblatt):

  • Signifikante Unterschreitung der Anforderungen der Richtlinie des Österreichischen Instituts für Bautechnik (OIB-Richtlinie 6, Stand 2015 oder 2019)
    • für die ersten 1.000m³ € 13,- je m3 Bruttovolumen vor der thermischen Sanierung
    • jeder weitere m³ € 8,- je mBruttovolumen vor der thermischen Sanierung
  • Unterschreitung der Anforderungen der OIB-RL (diese Qualitätsstufe entspricht den Bedingungen vor 1.6.2021):
    • für die ersten 1.000m³ € 9,- je m3 Bruttovolumen vor der thermischen Sanierung
    • jeder weitere m³ € 8,- je mBruttovolumen vor der thermischen Sanierung
  • Reduktion des Heizenergiedarfs gegenüber unsanierten Zustand um 50 % bzw. bei Denkmalschutz 25% 
    • für die ersten 1.000m³ € 6,- je m3 Bruttovolumen vor der thermischen Sanierung
    • € 3,- je mBruttovolumen vor der thermischen Sanierung

Zuschläge von € 3,- je m3 Bruttovolumen für:

  • Einsatz von zumindest 25 % Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (Flachs, Hanf, Schafwolle, Holzfaserdämmplatten sowie Einblas- und Schüttdämmstoffe aus Holzfasern, Holzschnitzel- und Späne (Einblas- und Schüttdämmstoffe), Baumwolle, Kokosfaser, Stroh, Wiesengras, Schilfrohr, Getreidegranulat, Kork, Zellulose)
  • Fassadenbegrünung auf mindests 25 % Fassadenfläche oder extensive Dachbegrünung auf mindestens 50 % der Dachflächen
  • Lage im Ortskern (Bauland Kerngebiet)

Förderdetails

  • Voraussetzung ist die Unterschreitung der Anforderungen für den Heizwärmbedarf (HWB) gemäß OIB Richtlinie 6, Stand 2015 oder 2019 laut Formel im Infoblatt und des Gesamt-Energieeffizienzfaktors (fGEE)
    oder Reduktion des Heizwärmebedarfs gegenüber unsanierten Zustand um mind. 50%. Bei denkmal- oder ensemblegeschützten Gebäuden 25 % - Bestätigung und Abstimmung mit Bundesdenkmalamt erforderlich.
  • Bei Gebäudeerweiterung wie Aus- und Zubauten, Dachgeschossausbauten, muss der Charakter einer thermischen Gebäudesanierung gegeben sein. Die Reduktion des HWB muss maßgeblich durch die Sanierungsmaßnahmen erfolgen. Die Erweiterungen werden anteilig von der Förderungsbasis abgezogen. Geben Sie jedenfalls die gesamten Sanierungskosten bei der Einreichung an.
  • Wird ein Gebäude teilweise abgerissen, kann es gefördert werden, wenn der überwiegende Teil der tragenden Bauteile (Fundamente und Bodenplatten zählen nicht dazu) bestehen bleiben und dieser Teil auch thermisch saniert wird. Ansonsten gilt das Gebäude als Neubau.
  • Der Wert für das Bruttovolumen wird dem Energieausweis vor thermischer Sanierung entnommen
  • Bei Lager- und Produktionhallen etc. sind die Energieausweise auf Grundlage der am ehesten zutreffenden Gebäudekategorie (Kat. 1-12 nach OIB RL6/15 bzw.4-12 nach OIB Rl6/19) zu ermitteln. Berechnungsanleitung siehe Infoblatt.
  • Fassadenbegrünung boden- oder fassadengebunden oder mittels Trögen. Eine Kletterhilfe ist keine Förderungsvoraussetzung. Bei der Endabrechnung ist eine aussagekräftige Fotodokumentation vorzulegen.
  • Extensive Dachbegründung bedeutet, dass keine zusätzliche Bewässerung erforderlich ist und die statische Konstruktion dafür nicht adaptiert werden muss. In der Regel unter 30 cm Bodenaufbau. 
  • Wird ein Gebäude teilweise (max. 49% der beheizten Bruttogrundfläche) privat oder für Wohnzwecke genutzt, kann dieser Anteil mitgefördert werden. Überwiegend (mehr als 50% der beheizten Bruttogrundfläche) muss das Gebäude jedoch betrieblich oder für öffentliche Zwecke genutzt werden. Werden Gebäudeteile wie beispielsweise nur das Erdgeschoß auf eigene Rechnungen saniert, so gelten die Anforderung der überwiegenden Nutzung für diesen Gebäudeteil.
  • Unterliegt der Antragsteller den Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes, so sind diese einzuhalten. Entsprechende Nachweise und Unterlagen (auch für Direktverfahren) sind im Zuge der Endabrechnung vorzulegen.
  • Kostenschätzung für die Leistungen zur Reduktion des Heizenergiebedarfes genügen für die Einreichung. Vorlage von Vergleichs-Angeboten erst bei Endabrechnung. 
  • Verbindliche Bestätigung über die projektgemäße Umsetzung der thermischen Sanierung entsprechend der vorgelegten Energieausweise ist im Zuge der Endabrechnung erforderlich
  • Es muss eine Beteiligung des jeweiligen Bundeslandes im Ausmaß von zumindest 20 % der beantragten Kosten gewährleistet sein. Beispielsweise durch die Finanzsonderaktion „Thermische Sanierung" des Landes NÖ abdeckbar.
  • Hinweis: Projekte, die von Gemeindebetrieben mit marktbestimmter Tätigkeit durchgeführt werden, können die Förderungen als Betrieb beantragen. 

Einreichung

online bei der KPC vor Beginn/Umsetzung

Weitere Informationen


Bitte beachten Sie: Auf Förderungen besteht kein Rechtsanspruch.
Die genannten Inhalte stellen eine kompakte Zusammenfassung der Förderungen für NÖ Gemeinden dar. Aufgrund der Kurzdarstellung kann nicht auf alle Fördervoraussetzungen eingegangen werden. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass sich Förderungen kurzfristig ändern können. Letztgültige Informationen geben die unter den Links angeführten Förderstellen.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Hotline: 02742 22 14 44
E-Mail: gemeindeservice@enu.at
Vor-Ort-Beratung der Förderberatung NÖ (http://www.umweltgemeinde.at/vor-ort-beratung)

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Das Umwelt-Gemeinde-Service ist eine Initiative der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

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Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at.

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