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Abfall­­vermeidung

Förderung für Abfallvermeidung - die Themenschwerpunkte werden regelmäßig ausgeschrieben

Die Förderung beruht auf dem Abfallwirtschaftsgesetz (AWG 2002) § 29 (4), Ziffer 4 demnach zumindest 0,5% der jährlich für die Entpflichtung eingenommenen Entgelte durch die SVS - der Österreichischen Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen - zur Verfügung gestellt wird. Die Verpackungskoordinierungsstelle (VKS GmbH) übernimmt als eine Tochtergesellschaft des Umweltbundesamtes  u.a. Aufgaben der SVS.

Gefördert werden

Nachhaltige quantitative oder qualitative Abfallvermeidung in Österreich um Umweltbelastungen zu verringern und das Abfallaufkommen vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln sowie angewandte Forschung dafür.

Die förderbaren Maßnahmen umfassen insbesondere

  • Vermeidung von Stoffen, die sich negativ auf die Abfallqualität eines Produktes oder allfälliger Nebenprodukte auswirken
  • Reduktion von Produktions- oder Verpackungsabfällen
  • Abfallvermeidung durch Optimierung der Logistik
  • Abfallvermeidung durch Bewusstseinsbildung, Weiterbildungsmaßnahmen, Aufbau von Netzwerken
  • Verlängerung der Produktlebensdauer mit beispielsweise Qualitätssteigerungen, Reparaturfähigkeit
  • Reduktion von Abfällen und Umweltbelastungen während der Produktnutzung
  • Ersatz von Produkten durch Dienstleistungen

Pro Einreichperiode - meist zwei pro Jahr werden thematische Schwerpunkte vorgegeben. Es ist jedenfalls ein hohes Maß an Freiheit des Projekt- bzw. Maßnahmeninhalts gegeben.

Thematischen Schwerpunkte der Periode 10.6.2019 bis 7.10.2019:

  • Betriebliche Abfallvermeidung, z.B. Mehrwegtransportverpackungen
  • Vermeidung von Lebensmittelabfällen
  • Abfallvermeidung durch Produktdesign, z.B. Schadstoffgehalt, Substitution, Design for Re-Use
  • Abfallvermeidung in Ausbildung, z.B.Lehrmaterial, Ausbildung, Lehrpläne
  • Bewusstseinsbildung Abfallvermeidung für die ersten drei Schwerpunktthgemen

Die jeweiligen Thematischen Schwerpunkte werden meist bereits zu Jahresbeginn online veröffentlicht.

Es werden Sach- und Materialkosten und Investitionen, wie Infrastruktur, Montage, Soft- und Hardware aber auch Personalaufwand und Reisekosten sowie immaterielle Leistungen gefördert. Dabei werden 3 Projektarten unterschieden: Kleinprojekte, Großprojekte sowie reine Sachkostenprojekte mit den jeweils definierten maximalen Laufzeiten zwischen 1 und 3 Jahren sowie minimalen und maximalen Fördersummen.

Zur Anregung der Ideenfindung gibt es eine Übersicht zu den laufenden Projekten und zu weiteren abgeschlossenen Projektbeispielen.

FörderwerberIn

  • Gemeinde als kommunale Dienststelle bzw. kommunaler Betrieb
  • Verein, Forschungseinrichtung, Bildungs- und Gesundheitseinrichtung, NGO/NPO, Unternehmen

Förderhöhe

Je FörderwerberIn unterschiedliche maximale Förderquoten in % sowie je nach Projektart minimal 1.000 Euro bis maximal 100.000 Euro pro Jahr

  • Max. 70 % für kommunale Dienststellen und kommunale Betriebe
  • Eine Jury legt pro Projekt die Förderquote fest

Förderdetails

  • Pro Einreichung muss zumindest ein thematischer Schwerpunkt aus der aktuellen Einreichperiode im Projekt behandelt werden.
  • Die entwickelnden bzw. umzusetzenden Maßnahmen dürfen keine negativen Auswirkungen wie z.B. höhere Umweltauswirkungen in der Abfallbehandlung, größeres Abfallaufkommen in der Produktion, entlang des gesamten Produktlebenszyklus verursachen.
  • Nicht gefördert wird u.a. Grundlagenforschung, Umstellung und Forcierung Abfalltrennung, Upcycling, Kompostierung, Vermeidung gefährlicher Abfälle mit einem Investitionsvolumen größer als 35.000 Euro.
  • Wurde die Umsetzung des zu fördernden Projekts schon gestartet bzw. das Projekt schon abgeschlossen, kann nur um Förderung für jene Leistungen angesucht werden, die innerhalb von zwölf Monaten vor Ende der Einreichfrist erbracht wurden und eindeutig dem zu fördernden Projekt zuordenbar sind.
  • Die Förderentscheidung fällt eine Jury. Für Kleinprojekte und Sachkostenprojekte kann die Jury einen Kriterienkatalog erstellen und somit kann die Beurteilung der Förderansuchen direkt durch die VKS erfolgen.
  • Verwendung zur Abdeckung der Kofinanzierung von Projekten aus anderen Förderschienen möglich

Einreichung

  • Vor Umsetzung sowie kurze Zeit nach Umsetzung möglich.
  • „calls“ mit Einreichperiode. Pro Kalenderjahr gibt es etwa 1-2 solcher Ausschreibungen.
  • Mit den auf der Förderwebsite zur Verfügung gestellten Einreichunterlagen und Beilagen als e-mail an die Förderstelle
  • Die Juryentscheidung erfolgt etwa 1 Monat nach Ende der Einreichperiode

Weitere Informationen

Bitte beachten Sie: Auf Förderungen besteht kein Rechtsanspruch.
Die genannten Inhalte stellen eine kompakte Zusammenfassung der Förderungen für NÖ Gemeinden dar. Aufgrund der Kurzdarstellung kann nicht auf alle Fördervoraussetzungen eingegangen werden. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass sich Förderungen kurzfristig ändern können. Letztgültige Informationen geben die unter den Links angeführten Förderstellen.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Hotline: 02742 22 14 44
E-Mail: gemeindeservice@enu.at
Vor-Ort-Beratung der Förderberatung NÖ (http://www.umweltgemeinde.at/vor-ort-beratung)

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Das Umwelt-Gemeinde-Service ist eine Initiative der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

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Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at.

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