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Wie weiß wird der Winter?

Die Winter sind laut Klimaforschung in allen Höhenlagen wärmer geworden. Ein Trend, vom dem auch Gemeinden betroffen sind, wird sich wahrscheinlich auch in Zukunft fortsetzen.

Die steigenden Temperaturen im Winter wirken sich auf die Schneedecke aus. Zumindest in den tiefen Lagen regnet es häufiger und der seltene Schnee schmilzt schneller wieder. Das zeigen Untersuchungen von Klimatologen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Im Tal wird der Schnee weniger

Die Winter beginnen aber nicht nur später, sondern enden auch früher. Die Schneedecke zu Beginn des Winters bildet sich später und schmilzt früher wieder. Besonders stark ist dieser Effekt am Ende des Winters, weil die Erderwärmung im Frühling stärker ist als im Herbst. Die Tage mit einer geschlossenen Schneedecke sind in tiefen Lagen deutlich zurückgegangen. So hat die Zahl dieser Tage in Wien, Innsbruck und Graz in den vergangenen rund 90 Jahren um rund 30 Prozent abgenommen.

Der letzte Winter war einer der wärmsten

Dazu kommen die wärmsten Winter der 253-jährigen Messgeschichte in Österreich in den Jahren 2006/07 und 2019/20. Österreichs mit 3.106 Metern Seehöhe höchstgelegene Wetterstation am Sonnblick verzeichnet zwar in den vergangenen 30 Jahren eine leichte Abkühlung. Die gesamte Messgeschichte am Sonnblick zeigt aber eine statistisch signifikante Erwärmung im Winter von 1,9 Grad Celsius.

Zusammen gegen die Klimakrise

Diese Trends werden sich laut Klimaforschung in den nächsten Jahrzehnten wahrscheinlich fortsetzen. Offen ist nur, wie stark die Änderungen ausfallen. Bei ungebremsten Emissionen von Treibhausgasen wird die Schneedeckendauer bis 2100 in tiefen Lagen um rund 90 Prozent abnehmen, in Lagen um 1.500 Meter Seehöhe um etwas mehr als 50 Prozent. Die Klimaforscher aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sind sich einig, dass der Kampf gegen die Erderwärmung eine länderübergreifende Zusammenarbeit erfordert. So können nachhaltige Strategien zur Verbesserung der Widerstands- und Anpassungsfähigkeit der Regionen entwickeln werden.

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