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Wasser fließt über Hand

Trinkwasser­versorgung: Was tun im Fall der Fälle?

Trinkwasser muss in Österreich den strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung entsprechen. Gibt es bei einem öffentlichen Versorger Probleme mit der Qualität, sind entsprechende Schritte einzuleiten.

Unser Trinkwasser wird regelmäßig geprüft

Öffentliche Wasserversorger und damit auch viele Gemeinden müssen das abgegebene Wasser von einem unabhängigen Labor kontrollieren lassen. Die AbnehmerInnen sind einmal im Jahr über die aktuelle Qualität des Trinkwassers zu informieren. Das kann mit der Wasserrechnung, über Informationsblätter oder die Gemeindezeitung, aber auch über die Website erfolgen.

Zur Umsetzung

  • Überprüfen Sie den technischen Zustand der Anlagen regelmäßig und veranlassen Sie, dass auch die Behörde regelmäßig eine Überprüfung durchführt.
  • Stellen Sie sicher, dass die verantwortlichen Personen sich laufend weiterbilden um am aktuellsten Wissenstand zu sein.
  • Erkennen Sie etwaige Probleme mit der Wasserqualität. Diese können ihre Ursache in der Verunreinigung des Grundwassers durch Unfälle oder verschmutztes Wasser, das etwa durch Lecks, aber auch bei Wartungs- und Sanierungsarbeiten in das Leitungssystem eindringt. Mitunter führen auch nicht erlaubte Zusammenschlüsse von Trinkwasserleitung und Brauchwassersystemen zu hygienischen Problemen.
  • Entsprechen ein oder mehrere Grenzwerte bei einer Laboruntersuchung nicht den Vorgaben der Trinkwasserverordnung, wird der Betreiber der Anlage vom Labor unverzüglich darüber informiert. Er muss die zuständige Behörde in Kenntnis setzen und ihr alle erforderlichen Informationen zur Verfügung stellen. Weiters sind Maßnahmen zu ergreifen, damit das Wasser innerhalb von 30 Tagen wieder einwandfreie Qualität aufweist.
  • Nutzen Sie den ExpertInnenvortrag "Wie gut ist Ihr Trinkwasser?" der Energie- und Umweltagentur NÖ um Ihre Bürgerinnen und Bürger über die Qualität des Wassers zu informieren.
  • Bieten Sie Ihren Bürgerinnen und Bürger Trinkwasseruntersuchung für Haushalte an und nutzen Sie hierfür die Spezialangebote der Energie- und Umweltagentur NÖ

Tipp: Die Information der Bevölkerung steht an erster Stelle

Besonders wichtig ist die Information der Bevölkerung über die Überschreitungen der Grenzwerte. Es müssen Angaben über jene Parameter gemacht werden, die nicht in Ordnung sind. Es ist aber auch über etwaige Vorsichtsmaßnahmen zu informieren. Das können Nutzungseinschränkungen oder auch bestimmte Behandlungsverfahren wie etwa das Abkochen des Wassers bei Nichteinhaltung der mikrobiologischen Anforderungen sein. Wichtig ist, dass diese Informationen möglichst rasch und flächendeckend an die Bevölkerung weiter gegeben werden. Das kann über einen Postwurf oder über die Website, aber auch durch Lautsprecherdurchsagen im Gemeindegebiet oder durch öffentliche Aushänge erfolgen.

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