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Umsetzungsmodelle

Es gibt verschiedene praktikable Lösungen fürs kollektive Stromerzeugen mit Photovoltaik-Beteiligungsanlagen. 

Vor einer konkreten Umsetzung ist in jedem Fall mit dem zuständigen Betreuer der Abteilung Gemeinden (IVW3) beim Land NÖ Kontakt aufzunehmen und das geplante Vorhaben zu besprechen!

Die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ entwickelte in Kooperation mit der Anwaltskanzlei Brandl & Talos, der Raiffeisenbankengruppe NÖ-Wien und AGRAR PLUS gut anwendbare Lösungen für die Ausgestaltung von Beteiligungsmodellen. Alle Varianten bieten entsprechende Rechtssicherheit, welche äußerst wichtig ist. Nach anfänglichen Unklarheiten vor einigen Jahren, gibt es jetzt verschiedene geprüfte Modelle, die mehrfach erfolgreich umgesetzt wurden:

Sale-and-Lease-Back

Bei der Variante Sale-and-Lease-Back verkauft der zukünftige Kraftwerksbetreiber (z.B. die Gemeinde) seinen BürgerInnen PV-Module. Mit dem dadurch eingenommenen Geld errichtet er das Kraftwerk. Dazu benötigt er wieder die Module, die er deshalb von den BürgerInnen zurückmietet. Als Gegenleistung bekommen die BürgerInnen Zinsen aus der Vermietung – eine Leasingrate.

Sparbuch

Will man als Kraftwerksbetreiber nichts bzw. sehr wenig mit der Abwicklung der Beteiligung zu tun haben, bietet sich die Zwischenschaltung einer Bank an. Hier zahlen die BürgerInnen das Geld auf ein Sparbuch ein. Das eingezahlte Geld wird dann von der Bank dem Kraftwerksbetreiber als Kredit zur Verfügung gestellt. Die Raiffeisenbankengruppe NÖ-Wien bietet diese Variante an. Das Modell besteht aus einem zweckgebundenen Sparbuch mit guten Konditionen für SparerInnen und KreditnehmerInnen.

Kommanditgesellschaft (KG)

Bei der Kommanditgesellschaft zahlen die BürgerInnen eine Kommanditisteneinlage. Der Kraftwerksbetreiber (z.B. die Gemeinde) wäre dann Komplementär. Die BürgerInnen sind am Gesellschaftsgewinn beteiligt, haben damit keine fixe Verzinsung. Die Variante der KG oder auch viele andere „klassische“ Gesellschaftsmodelle sind aufgrund des meist höheren Aufwandes speziell für größere Projekte gut geeignet.

Genossenschaft

Die BürgerInnen zeichnen Genossenschaftsanteile und verzinste Genossenschaftsanleihen. Auch die Gemeinden selbst können sich beteiligen. Die Genossenschaft ist Kraftwerksbauer und Betreiber. Das Genossenschaftsmodell ist auch mit der Sparbuchvariante kombinierbar. Die Genossenschaft kann überall in NÖ mit individuellen Finanzierungsvarianten auf Grundlage des Kostenstellenprinzips sinnvolle Projekte umsetzen.

Crowd-Funding

Neben den bisher Umsetzungsmodellen der PV-Bürgerbeteiligung kann man nun auch auf Crowdfunding zurückgreifen. Je nach Art des Projektes kann Crowdfunding eine optimale Möglichkeit darstellen, es bleiben natürlich auch die bisherigen Bürgerbeteiligungsversionen weiterhin als Option erhalten. Mittels Crowdfunding ist es denkbar, neben Anlagen zur Energieproduktion wie Photovoltaik, Nahwärme, etc. ebenfalls auch Effizienzprojekte damit zu finanzieren. Das könnte beispielsweise die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED sein oder die Wärmedämmung von Gebäuden. mehr ...

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