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Inflationsausgleich bei Förderungen

Aufgrund enormer Preissteigerungen werden Bundesförderungen an die Inflation angeglichen. Vorerst betrifft dies die Neubauförderung, die umfassende Sanierung und Kesselanlagen, Fernwärmeanschlüsse über 100 kW und Mikronetze zur zentralen Wärmeerzeugung. 

Beratung zu Energie-Einspar-Contracting

Förderungen zur Energieeffizienz jetzt mit Inflationsausgleich

Im Durchschnitt wurden die Förderhöhen um 20 % angehoben, was aber bei den teilweise niedrigen Förderungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein bedeutet. Bei der Neubauförderung in energieeffizienter Bauweise beträgt die Förderung nun 0,50 Euro je eingesparter kWh Heizwärmebedarf (HWB) gegenüber den Vorgaben der OIB Richtlinie. Weiterhin muss der Heizwärmebedarf zumindest um 15 % unterschritten werden. Die Höhe der Zuschläge beträgt 0,07 Euro je eingesparter kWh HWB. Die Zuschläge werden beispielsweise für die Verwendung von mehr als einem Viertel Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen oder für die Fassaden- und Dachbegrünung vergeben.

Umfassende Sanierung

Bei der umfassenden Sanierung wird nach der Lage und der Intensität der Maßnahmen unterschieden. Je reduzierter kWh HWB beträgt die maximale Förderung 1,20 Euro. Befindet sich das Gebäude im Ortskern, erhöht sich der Förderbetrag auf 1,80 Euro je eingesparter kWh HWB.
Bei der Berechnung spielt auch die Bruttofläche des sanierten Gebäudes eine Rolle. So erhält der Förderwerber bei signifikanter Unterschreitung der OIB Richtline für die ersten 1.000 m3 Bruttovolumen vor der thermischen Sanierung 16 Euro je m3. Dieser Betrag reduziert sich bei Unterschreitung der OIB Richtline auf 11 Euro je m3. Beträgt die Reduktion des Heizwärmebedarfs 50 % (25 % bei denkmalgeschützten Gebäuden) gegenüber dem unsanierten Zustand werden 7 Euro je m3 berechnet.
Zuschläge für Ortskernlage und Einsatz für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen mit bis zu 7 Euro je m3 sind ebenfalls vorgesehen.

Errichtung von Kesselanlagen mit innerbetrieblichen Mikronetz

Errichtet die Gemeinde eine Wärmeversorgungsanlage, mit der sie ausschließlich gemeindeeigene Gebäude versorgt, kann diese Bundesförderung beantragt werden. Die maximale Förderung wurde auf 1.500 Euro je eingesparter t CO2 angepasst. Der Zuschlag für regional aufgebrachtes Waldhackgut bleibt mit 3 % unverändert. Die Mindesteinsparung beträgt 4 t CO2 pro Jahr und die Mindestinvestition liegt bei 10.000 Euro.
Alle angeführten Förderungen wickelt die KPC ab, Eine Landesbeteiligung an der Förderung ist obligatorisch.

Förderung von 100% für Umsetzungsprojekte zur Biodiversitätsverbesserung

Gemeinden können ihre umsetzungsreifen Projekte für die Wiedervernässung von Mooren und Feuchtgebieten sowie für Maßnahmen zum Schutz von Lebensräumen und Arten ab voraussichtlich September 2022 einreichen. Der Biodiversitätsfonds der Österreichischen Bundesregierung wird daraus dann Projekte zur Förderung auswählen. Einreichungen sind ab September bis Jahresende 2022 möglich, Genehmigungen und Zustimmungen sollten für die Umsetzung dann bereits vorliegen.
Alle angeführten Förderungen wickelt die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) ab. Eine Landesbeteiligung an der Förderung ist teilweise obligatorisch.

CM

Weiterführende Informationen

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