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Horn beschließt Klimaschutz-Maßnahmenplan

Horn setzt auf konkrete eigenständige Projekte, die Natur und Umwelt schützen.

Horn bekennt sich zum Wasserschutz und tritt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt ein.

Die natürliche Klimaanlage

Begrünte Dächer binden Wasser und sind damit doppelt klimafreundlich. Die Stadtgemeinde Horn setzt künftig auf begrünte Dächer und prüft die Möglichkeit der Umsetzung bei jedem gemeindeeigenen Gebäude. Weiters hat der Finanzausschuss ein entsprechendes Fördermodell als Anreiz von begrünten Dächern für private Haushalte erarbeitet und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt. Nun sind die Öko-Förderrichtlinien auf der Gemeindewebseite verfügbar.

Die Begrünungen sind auf Dauer anzulegen und sollen im Sinne der Nachhaltigkeit mindestens 15 Jahre bestehen bleiben. Die Förderhöhe beträgt pro Objekt maximal 2.500 Euro. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der durchwurzelbaren Aufbaudicke (mindestens 8 Zentimeter) der neu begrünten Dachfläche und beträgt minimal 8 Euro und maximal 25 Euro pro Quadratmeter. 

Horn startet das Programm der 1000 Bäume

Die Zahl der Schattenspender soll auf öffentlichen Flächen bis zum Jahr 2025 nahezu verdoppeln. Für die Innenstadt werden spezielle neu entwickelte Baumtröge angekauft, damit auch hier Bäume verstärkt im Stadtbild Platz finden.  Interessierten Hornerinnen und Hornern sowie Unternehmen soll auch die Möglichkeit einer ,,Baumpatenschaft“ eingeräumt werden.

Für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt

Durch viele versiegelte Flächen fließt immer mehr Wasser durch Kanäle ab und ist so für den Wasserhaushalt weitgehend verloren. Sinnvolle Maßnahmen wie Regenauffangbecken in jenen städtischen Bereichen, wo die Stadt über ein Kanal-Trennsystem verfügt, sollen das Wasser in der Region halten.

Wasserschutz

Zigarettenstummel verunreinigen unzählige Liter Wasser und sind nicht biologisch abbaubar. Allzu oft werden diese achtlos auf der Straße entsorgt. Durch eine Kampagne und das Anbringen von Aschenbechern an Laternen in der Innenstadt soll das Ausmaß der Verunreinigung den Raucherinnen und Rauchern bewusst gemacht und sie zu einem Umdenken bewegt werden.

Vermeidung von Plastik

Wie in der Sitzung des Gemeinderates vom 17. 12.2018 bereits als Resolution an die Bundesregierung beschlossen, wird die Stadtgemeinde Horn in ihrem eigenen Einflussbereich Maßnahmen setzen, um den Verbrauch von Plastik einzudämmen. Es soll die Möglichkeit geprüft werden, dass die Gemeinde und/oder der Gemeindeverband des Bezirkes Horn jedem Horner Haushalt Mehrwegeinkaufstaschen bzw. Mehrweg-Obstsäckchen zur Verfügung stellt. Weiters soll das Angebot des Gemeindeverbandes Horn zur Ausstattung von ,,Plastikfreien Veranstaltungen“ ausgebaut werden.

Stromspargemeinde Horn

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel soll weiter vorangetrieben werden. Bei allen gemeindeeigenen Gebäuden wird die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel bis spätestens zum Jahr 2025 erfolgen. Bei jeder Neuanschaffung von Fahrzeugen soll verpflichtend ein Vergleich zum Ankauf eines vergleichbaren Fahrzeuges mit elektrischem Antrieb angestellt werden. Die Anzahl der e-Ladestationen für Kraftfahrzeuge soll in den nächsten 2 Jahren verdoppelt werden.

Radinfrastruktur wird ausgebaut

Im Bereich der Radfahrinfrastruktur sollen e-Ladestationen in der Innenstadt, im Bereich des Krankenhauses sowie bei den Schulen Platz finden, eine entsprechende Vereinheitlichung und Modernisierung von Radabstellplätzen erfolgen und an verkehrstechnisch stark frequentierten Bereichen Fahrradspuren für Sicherheit sorgen.

PV-Investitionen von 500.000 Euro

Horn investiert in den nächsten 2 Jahren 500.000 Euro in Photovoltaikanlagen. Auf den Dächern der Gemeindewohnhäuser am Altbachweg, Ahornweg und in der Raabser Straße, der Mittelschule sowie in zwei Brunnenschutzgebieten soll mit dem Bau von Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 400 Kilowatt Peak (kWp) begonnen werden. Das entspricht einer Einsparung von 126 Tonnen CO2/Jahr bzw. stellt das Ausmaß einer Kohlendioxid-Senkung durch 4.328 Bäumen dar. Durch eine anzustrebende hohe Eigenabnahme ist diese Investition neben ihrer Klimarelevanz auch steuergeldschonend.

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