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Wald

Gesunder Boden

Nachhaltiger Bodenschutz räumt unseren nachfolgenden Generationen die Möglichkeit ein, weiterhin eine sorgsame Bodennutzung zu betreiben.

Bodenschutz im Örtlichen Entwicklungskonzept

Gemeinden tragen besondere Verantwortung für den Boden aufgrund ihrer Kompetenz der Flächenwidmung. Die Kenntnis der fachlichen Grundlagen ermöglicht die Entscheidung, auf welchen Böden welche Form der Nutzung Vorrang haben soll.

Bodenschutzanlagen als Beitrag zum Boden- und Klimaschutz

Bodenerosion durch Wind und Wasser wird weltweit als größte Gefahr für unsere Böden gesehen. Bodenverluste können dabei auch in Österreich massive Probleme bereiten, die durch die natürliche Bodenbildung in keiner Weise kompensiert werden können. Der Wassererosion wird über die freiwillige Teilnahme der Landwirtinnen und Landwirte am europäischen Agrarumweltprogrammen (ÖPUL) begegnet.

Im Rahmen der Grundzusammenlegung werden Windschutzgürtel vor allem in erosionsgefährdeten Gebieten Ostösterreichs angelegt. Mit der Anlage von Windschutzgürteln werden auch vielfältige andere Funktionen der Kulturlandschaft gestärkt, wie z.B. Erhaltung der Biodiversität durch Schaffung von Biotopverbundsystemen. Gleichzeitig wirken auch Maßnahmen zum Schutz gegen Wassererosion auf vielfältige Weise positiv zur Erhaltung der Multifunktionalität unserer Kulturlandschaft.

Die NÖ Agrarbezirksbehörde betreibt seit Jahrzehnten aktiven Bodenschutz, pflegt jährlich 150 ha Bodenschutzanlagen und pflanzt 20 ha neue Anlagen aus.

Durchschnittlich werden jährlich 20.000 Bäume und 80.000 Sträucher gepflanzt, die aus regionalem Saatgut gewonnen und in NÖ in einer eigenen Baumschule in Niederweiden bei Lassee produziert werden.

Seit 1958 wurden 3.000 Hektar Bodenschutzanlagen als wichtige Beiträge für Boden- und Klimaschutz ausgepflanzt, die rund 13% der Ackerflächen in Niederösterreich schützen und mit Ökosystemleistungen versorgen.

Zur Umsetzung

  •        Bodenqualität und Bodenfunktionen im Landschaftskonzept und in der Flächenwidmung berücksichtigen.
  •        Bodensparende Flächenwidmung:
    •    Maßnahmen der Ortskernbelebung ergreifen.
    •    Verdichtung unter Berücksichtigung einer ausreichenden Freiraumversorgung.
    •    Vermeidung von Zersiedelung.
    •    Leerstehende Gebäude in der Gemeinde erheben (Leerstandskataster) und nutzen.
  •        Bodenschutzanlagen auspflanzen.
  •        Versickerungsfähige Bodenbeläge verwenden (Kalkschotterdecke, Rasengittersteine etc.).
  •        Kompostierung in der Gemeinde und in Privatgärten anregen.

Tipp

In jeder Hauptregion gibt es eine/n AnsprechpartnerIn der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, die/der Sie bei der Umsetzung Ihrer Bodenschutz-Maßnahme berät.

Best-Practice-Beispiel

Unterstützungsangebote

Weitere Informationen

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Das Umwelt-Gemeinde-Service ist eine Initiative der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

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