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Symbol Fördergeber Land NÖ Gewässer - LAFO

Förderung für Projekte zum Thema Flüsse, Teiche und Landschaftswasserhaushalt

Der NÖ Landschaftsfonds (LAFO) fördert im Projekttyp Gewässer Vorhaben deren Ziel die Erhaltung und Wiederherstellung von ökologisch intakten Flusslandschaften, die Neuanlage bzw. Revitalisierung von Stillgewässern sowie die naturnahe Umgestaltung bestehender Kleingewässer als ökologisch wertvolle Landschaftselemente ist. Die Förderung beruht auf der Richtlinie des NÖ Landschaftsfonds vom April 2016.

Gefördert werden

Kosten für Beratung, Planung und Investitionen für die

  • Neuanlage und Revitalisierung von Stillgewässern bzw. Feuchtbiotope - z.B. Tümpel, Feuchtbiotope, Landschaftsteiche ohne künstliche Abdichtung und ohne dauerhafte, feste Einzäunungen und nur zu ökologischen Zwecken. Es darf sich nicht um einen  Badeteich oder Fischteich handeln. Es darf keine Haltung von Haustieren oder Nutztieren, Wasservögeln oder  Materialgewinnung stattfinden.
  • Naturnahe Umgestaltung bestehender Kleingewässer im öffentlichen Interesse - z.B. Löschteiche, Eisteiche, Schwemmen. Es darf sich nicht um Fischteiche handeln. Mindestens 30 % der Uferlinie muss naturnahe gestaltet werden und die öffentliche Zugänglichkeit muss gegeben sein.
  • Lineare und punktuelle Maßnahmen zur Erhaltung und Revitalisierung ökologisch intakter Fließgewässer insbesondere Beseitigung ökologischer Beeinträchtigungen, Errichtung von Aufstiegshilfen, Gerinnedotation und Revitalisierung von Altarmen, Strukturverbesserungen im Gewässer und am Ufer hinsichtlich Breitenvarianz und Tiefenvarianz, Wiederherstellung natürlicher Sohlverhältnisse sowie die Anlage von Gewässerbegleitstreifen als z.B. Pufferzone oder Rückzugsgebiet.
  • Maßnahmen zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts wie Erosionsschutz und Wasserrückhalt, Wiederherstellung von Vernässungsflächen, Kulturartenveränderungen im Abflussbereich, Schaffung und gewässerkonforme Betreuung von Überflutungsflächen, Grundankauf
  • Erstellung Studien, Grundlagenerhebungen, Gewässerbetreuungskonzept.
    Hinweis: Bei Fließgewässern ist die Durchführung größerer Eingriffe nur bei Vorliegen eines ökologischen Leitbildes bzw. nach Erstellung eines Gewässerbetreuungskonzeptes sinnvoll.
  • Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit

FörderwerberIn

  • Gebietskörperschaft wie beispielsweise Gemeinde
  • Natürliche, juristische Person
    Hinweis: Bei Vorhaben zur naturnahen Umgestaltung bestehender Kleingewässer im öffentlichen Interesse sind nur Gemeinden, Gemeindeverbände oder gemeinnützige Vereine antragsberechtigt.

Förderhöhe

Je nach Projektinhalten:

  • Bauausführung und Erhaltung: 30 - 60 %
    Hinweis: Bei Vorhaben für Stillgewässer und naturnahe Umgestaltung von Kleingewässern ist die Förderungsobergrenze für bauliche Umsetzungsmaßnahmen max. € 40.000,-- mit Ausnahme begründeter Sonderfälle.
  • Planung und Beratung: 50 - 100 %
  • Entschädigungen: Richtsätze der Landes-Landwirtschaftskammer 
  • Grundankauf: 30 - 60 % des Verkehrswertes (lt. Richtlinien)
  • Öffentlichkeitsarbeit: 50 - 100 %
  • Bepflanzung 40 - 90 %
  • Sonstige Aufwendungen 40 - 80 %

Eigenleistungen können nach vorheriger Absprache und Vorlage nachvollziehbarer Belege anerkannt werden.

Fördervoraussetzungen

  • Bepflanzung nur mit standortgerechten und in der Region heimischen Gehölzen.
  • Die förderbaren Projektkosten müssen mindestens 5.000,- Euro betragen, ausgenommen im Falle von Landschaftsteichen.
  • Für investive Maßnahmen besteht über den Zeitraum von 5 Jahren ab Endauszahlung eine Erhaltungsverpflichtung. Bei Stillgewässer und Kleingewässer Erhaltungsverpflichtung auf Dauer der wasserrechtlichen Bewilligung - mindestens jedoch 20 Jahre.
  • Naturschutzfachliche sowie regionale und landesweite Konzepte sind bei der Projektumsetzung zu berücksichtigen. Zur Durchführung der Maßnahmen darf es keine gesetzlichen Verpflichtungen, wie z.B. von Behörde vorgeschriebene Ersatzpflanzungen, geben.
  • Alle bei anderen Förderungsstellen für das Vorhaben beantragte bzw. bereits genehmigte Förderungen, Beihilfen, zinsbegünstigte Darlehen, Zinsenzuschüsse sind der Förderstelle bekannt zu geben.
  • Die Umsetzung dieser Fördermaßnahme erfolgt subsidiär zum österreichischen Programm Ländliche Entwicklung.

Einreichung

  • Förderanträge müssen vor Projektbeginn bei der LAFO-Geschäftsstelle (LF3) eingereicht werden - Projekttyp Gewässer. Einreichung, Bearbeitung, Evaluierung und Erledigung der Förderansuchen erfolgt bei der LAFO Geschäftsstelle.
  • Es können nur Kosten und Leistungen anerkannt werden, die ab der Antragstellung entstanden sind.
  • Die fachliche Beurteilung und Abwicklung der Förderansuchen erfolgt durch die Abteilung Wasserbau.
  • Meist erfolgt eine Erstberatung vor Ort durch eine ökologische Fachkraft und einen Vertreter der Förderstelle. Die Erstberatung erfolgt vor Beginn einer Projektierung und wird zu 100 % durch den NÖ Landschaftsfonds gefördert.

Bitte beachten Sie: Auf Förderungen besteht kein Rechtsanspruch.
Die genannten Inhalte stellen eine kompakte Zusammenfassung der Förderungen für NÖ Gemeinden dar. Aufgrund der Kurzdarstellung kann nicht auf alle Fördervoraussetzungen eingegangen werden. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass sich Förderungen kurzfristig ändern können. Letztgültige Informationen geben die unter den Links angeführten Förderstellen.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Hotline: 02742 22 14 44
E-Mail: gemeindeservice@enu.at
Vor-Ort-Beratung der Förderberatung NÖ (http://www.umweltgemeinde.at/vor-ort-beratung)

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Das Umwelt-Gemeinde-Service ist eine Initiative der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

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Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at.

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