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Symbol Fördergeber Bund Radschnellverbindungen

Schnellverbindungen für Fahrten mit dem Fahrrad - die Fahrradoffensive des Bundes

Diese klima-aktiv-mobil Aktion beruht auf dem Programm des Klima- und Energiefonds der österreichischen Bundesregierung. Radschnellverbindungen sollen dem Radverkehr Routen ermöglichen, welche über größere Entfernungen wichtige Quell- und Zielbereiche verbinden und durchgängig ein sicheres und attraktives Befahren und eine hohe Reisegeschwindigkeit ermöglichen.

Gefördert werden

Investitionen in Radschnellverbindungen. Diese sind wie folgt definiert:

  • Radschnellverbindungen (mindestens 5 Kilometer lang) sind in Planungsdokumenten des Bundeslandes (Korridor- bzw. Netzplanung) festgelegt 
  • Potential von mind. 2.000 Radfahrenden pro 24h (Wirkungsabschätzung bspw. Veränderung der Fahrraderreichbarkeit)
  • Linienführung direkt, weitgehend umweg- und steigungsfreie
  • niveaufrei mit dem KFZ-Verkehr bzw. Bevorrangung an niveaugleichen Kreuzungen
  • Verkehrsraumbreite muss bei Zweirichtungsradweg ≥ 4,0m, bei Einrichtungsradweg ≥ 2,0m je Fahrtrichtung sein
  • Steigung max. 6%
  • Projektierungsgeschwindigkeit 30 km/h - sichere Befahrbarkeit auch bei hohen Geschwindigkeiten muss gegeben sein
  • Kurvenradien von min. 20 Meter; in Kreuzungsbereichen ist eine Reduktion der Kurvenradien auf 8 Meter (Projektierungsgeschwindigkeit 20 km/h) zulässig.  
  • Schutzstreifen zur KFZ-Fahrbahn bei straßenbegleitendem Radweg;
  • Parkstreifen sind neben dem Radfahrstreifen bei Radschnellverbindungen nicht zulässig.
  • hohe Belagsqualität (Asphalt oder Beton)
  • Markierung von Randlinien
  • Begleitender Gehweg mit taktiler oder baulicher Trennung

Von diesen Eigenschaften darf nur auf kurzen Abschnitten mit Begründung im Ausnahmefall abgegangen werden.

Förderfähig sind Kosten für die Anlage sowie für Planung und Montage von:

  • Radweg - selbständig geführter Radweg, straßenbegleitender Radweg, Radfahrstreifen, Fahrradstraße - als Radschnellverbindung, der getrennt vom KFZ-Verkehr und vom Fußgängerverkehr zu führen ist.
  • Radabstellanlagen in Kombination mit den Radwegen
  • Beschilderung, Wegweisung, Leiteinrichtungen, Bodenmarkierungen auch auf Sammelrouten
  • Dauerzählstellen
  • Bewusstseinsbildende Maßnahmen für Aktive Mobilität (außer bei ELER-Cofinanzierung)
  • Beleuchtung
    Ausführung mit warmem Licht, LED, „Full-Cut-Off-Leuchten“, Leuchtpunkthöhe < 2 Meter, dichtes Leuchtengehäuse mit Bewegungsmelder empfohlen

Förderhöhe

  • Die Förderung betragt bis zu 50 % der Investitionsmehrkosten,
    das sind förderungsfähige Kosten, die unmittelbar mit dem entstehenden Umwelteffekt wie der CO2-Reduktion u.ä. in Verbindung stehen.
  • Maximale Förderung 1.800 Euro für jährlich eingesparte Tonne CO2 + 6 Euro/jährlich verlagerte PKW-Kilometer
    bzw. benötigte Investitionsförderung laut Online Antrag
  • Für Gemeinden (bzw. bei nicht-wettbewerbsrelevanten Vorhaben) 40 % der förderfähigen Kosten. Ansonsten 20 %

Zuschlag bis zu in Summe max. 10 % für:

  • 5 % bei der Kombination von mehreren (mind. zwei) Masnahmen
  • 5 % bei der Umsetzung von bewusstseinsbildenden Masnahmen
  • 5% bei Einbeziehung weiterer Betriebe/Gebietskörperschaften bzw. weiterer Entscheidungstrager/Akteure

Förderdetails

  • Nachweis über das Potenzial von min. 2.000 Radfahrenden/24h
  • Mobilitäts- und Verkehrskonzept
  • Bestätigung des jeweiligen Bundeslandes, dass die Radschnellverbindung als Netzplanung in Planungsdokumente des Bundeslandes aufscheint
  • Bestätigung des Planers, dass die baulichen Maßnahmen nicht zu einer Verschlechterung für den Fußgängerverkehr (gemäß RVS 03.02.12 Fußgängerverkehr) führen
  • Gebietskörperschaften müssen den Nachweis erbringen, dass 15 % der Investitionskosten für die förderungsfähige Maßnahme selbst getragen werden.

Einreichung

  • Antragstellung VOR der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Fahrzeugen, Anlagenteilen vor Lieferung, Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht; wobei der fruheste dieser Zeitpunkte masgebend ist.
  • Es muss ein Mobilitäts- und/oder Verkehrskonzept mit Berechnung des Umwelteffektes vorliegen (inkl. Radschnellverbindungen). Nutzen Sie dazu die kostenfreie Beratung durch die von klimaktivmobil beauftragten BeraterInnen.
  • online bei der KPC

Weitere Informationen

Radland NÖ

Bitte beachten Sie: Auf Förderungen besteht kein Rechtsanspruch.
Die genannten Inhalte stellen eine kompakte Zusammenfassung der Förderungen für NÖ Gemeinden dar. Aufgrund der Kurzdarstellung kann nicht auf alle Fördervoraussetzungen eingegangen werden. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass sich Förderungen kurzfristig ändern können. Letztgültige Informationen geben die unter den Links angeführten Förderstellen.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Hotline: 02742 22 14 44
E-Mail: gemeindeservice@enu.at
Vor-Ort-Beratung der Förderberatung NÖ (http://www.umweltgemeinde.at/vor-ort-beratung)

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Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at.

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