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Photovoltaik & Stromspeicher Investitionsförderung

Symbol Fördergeber Bund

Förderung für PV - Anlagen in Kombination mit Stromspeicher nach dem Erneuerbaren Ausbaugesetz (EAG)

Diese Bundesförderung beruht auf dem EAG und der EAG-Investitionszuschüsseverordnung Strom (2022). Es stehen für 2022 pro Fördercall und Größe der Anlagen vorfixierte Fördermittel zur Verfügung. Für die kleinste Kategorie (Kategorie A) - das sind Photovoltaikanlagen von bis zu 10kWp - stehen inklusive Stromspeicher 110 Millionen Euro für 2022 zur Verfügung. In Summe stehen für PV - Anlagen inklusive Stromspeicher für das Jahr 2022 240 Millionen Euro zur Verfügung.

Gefördert werden

  • Neuerrichtung PV-Anlage
  • Erweiterung bestehender PV-Anlage
  • Neuerrichtung Stromspeicher jedoch nur in Kombination mit Neuerrichtung bzw. Erweiterung PV-Anlage
    • Die nutzbare Speicherkapazität muss zumindest 0,5 kWh je kWp erreichen
    • Speichererweiterungen sind nicht einreichbar.

Förderhöhe

Wird als Förderbedarf in Euro/kWp bei der Antragstellung eingegeben. Der Förderbedarf darf max. 30 % der förderfähigen Kosten sein bzw. folgender pauschaler Fördersatz pro kWp:

  • PV bis 10 kWp (Kategorie A): € 285,- je kWp
  • PV über 10 bis 20 kWp (Kategorie B): max. € 250,- je kWp
  • PV über 20 bis 100 kWp (Kategorie C): max. € 180,- je kWp
  • PV über 100 bis 1.000 kWp (Kategorie D): max. € 170,- je kWp - bis zur Fördergrenze von 1.000kWp

25 % Abschlag (beim Antrag nicht im Förderbedarf angeben) bei folgenden PV-Standorten:

  • landwirschaftlich genutzte Fläche
  • Fläche im Grünland
  • ausgenommen:
    auf einem dort befindlichen Gebäude, das 3 Jahre vor Einreichung fertiggestellt wurde; auf einem durch bauliche Eingriffe geschaffenen Wasserkörper; auf Deponie/Altlast; auf Bergbaustandort; militärischem Standort; auf Infrastrukturstandorten - insbesondere Kläranlagen, Kraftwerke, Bundes-/Landesstraßen, Eisenbahn;
    Agri-Photovoltaikanlagen

30 % Zuschlag (beim Antrag nicht im Förderbedarf angeben) für folgende PV-Innovationen:

  • gebäudeintegrierte Anlage mit Funktionen der Gebäudehülle
  • Schwimmende Anlage z.B. auf Löschteichen
  • als Parkplatzüberdeckung auf befestigten Flächen ab 10 Fahrradstellplätzen/Stellplätzen
  • auf Lärmschutzwänden und -wällen sowie Staumauern
  • Agri PV Anlagen mit vertikalen Modulen und 2 Meter Bodenabstand

Speicherbatterie für eine PV-Anlage:

  • € 200,- je Kilowattstunde (kWh) Netto-Speicherkapazität - bis zur Fördergrenze von 50 kWh

Achtung: Bitte studieren Sie die Hinweise und Berechnungsbeispiele zu förderfähigen Kosten, Förderbedarf und Summe benötiger Förderungen auf der Internetseite der Förderstelle und erfassen sie diese in ihrem Antrag erst kurz vor dem Absenden (eine Korrektur ist nicht mehr möglich).

AGVO Höchstgrenze je nach Einreicher beachten - für Gemeinden ist dies max. 45 % (netto) der umweltrelevanten Mehrkosten (PV) bzw. der Stromspeicherkosten.

Förderdetails

  • Die Zählpunktbezeichnung für den Netzparallelbetrieb ist vor Einreichung eines Förderantrags zu beantragen.
  • Anlage muss im Netzparallelbetrieb geführt werden.
  • Es werden auch Anlagen mit Volleinspeisung gefördert - der Eigenverbrauchsanteil ist nicht relevant.
  • Für die Einstufung der Kategorien A-D ist die beantragte Leistung maßgeblich, die Gesamtleistung nach Erweiterung ist nicht maßgeblich.
  • Die Größe der PV-Anlage, die gebaut wird, ist weder nach oben noch nach unten beschränkt, jedoch werden nur maximal 1.000 kWp gefördert
  • Die maximale Größe des PV-Stromspeichers ist nicht beschränkt, es werden jedoch nur max. 50 kWh gefördert
  • 10 Jahre Bindung (Vertragslaufzeit mit Nachweis des vereinbarten Erfolgs)
  • 1.000 m Einspeiseleitung die durch Antragsteller errichtet werden, können mitgefördert werden
  • PV-Anlagen mit Abschlägen wegen dem Standort müssen mindestens 5 der in der EAG VO gelisteten 'Ausgleichs-Kriterien' erfüllen.
  • Die Inbetriebnahme PV-Anlage/Speicher muss innerhalb einer Frist erfolgen:
    • Kategorie A-C innerhalb von 6 Monaten nach Abschluss des Fördervertrags
    • Kategorie D innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss des Fördervertrags
  • Kombination nach bundes-, landes- oder gemeinderechtlichen Bestimmungen nur bis zur beihilfenrechtilchen Höchstgrenze nach AGVO möglich. Alle geplanten und beantragten Förderungen sind anzugeben! Die AGVO Höchstgrenze für Gemeinden beträgt 45 %.
  • Die Reihung erfolgt bei den kleinen Anlagen (Kategorie A - bis 10 kWp) nur nach Einreichzeitpunkt
  • Bei allen anderen Kategorien wird nach angegebenem Förderbedarf gereiht. Bei gleicher Höhe ist im Entscheidungsfall der Einreichzeitpunkt ausschlaggebend.
  • Als Einreichzeitpunkt gilt - bei fristgerechter Vervollständig des Förderantrags - der Zeitpunkt des Ticket-Antrags gemäß Bestätigungsmail.
  • Bei der Vervollständigung des Tickets (Antrag) muss die Bestätigung des Netzbetreibers für die Zusage Netzzugang (Zählpunktnummer, -bezeichnung, Anlagenstandort, Modulleistung/Enpassleistung) hochgeladen werden.
  • Beim Antrag müssen u.a. auch alle für Errichtung und Betrieb erforderlichen Genehmigungen und Anzeigen hochgeladen werden.
  • Endabrechnung für die Auszahlung spätestens 6 Monate nach dem Ende der Frist für die Inbetriebnahme. 
  • Rechnungen die mittels Barzahlung bezahlt wurden sind ausgeschlossen.
  • Die Meldung der Inbetriebnahme erfolgt mit der Registrierung der Anlage in der Herkunftsnachweis-Datenbank der E-Control im Zuge der Endabrechnung.
  • Die Neuerrichtung Stromspeicher ist ein Unterpunkt bei der Einreichung für die PV-Anlage - nur 1 Ticket ziehen!

Fördercalls 2022

je nach Größe der Anlage (Kategorie A-D) in 3-4 calls:

  • Kategorie A bis 10 kWp: 21.April-19.Mai; 21.Juni-19.Juli; 23.August-20.September; 18.Oktober-15.November
  • Kategorie B bis 20 kWp: 21.April-2.Juni; 21.Juni-19.Juli; 23.August-4.Oktober; 18.Oktober-29.November
  • Kategorie C bis 100 kWp: 21. April-2. Juni; 23.August-4.Oktober; 18.Oktober-29.November
  • Kategorie D bis 1.000 kWp: 21. April-2. Juni; 23.August-4.Oktober; 18.Oktober-29.November

Einreichung

  • Vor der rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen oder einer anderen Verpflichtung die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist.
  • Einreichung während der einzelnen Calls - Ticketziehung und Vervollständigung des Antrags
  • Einreichung online - in 2 Schritten.
    1.Schritt: Ticketausgabe mit Zählpunktbezeichnung (31-stellige Ziffernfolge) und Engapssleistung in kWp. Notieren Sie sich ihre Ticketnummer, da die Zustellung des automatisch generierten Bestätigungs-e-mails zeitverzögert erfolgen kann. 2. Schritt: Antrag vervollständigen - mit der Ticketnummer können Sie frühestens ab 18 Stunden nach Ticketziehung bzw. ab dem zweiten Tag des Fördercalls auch sofort den Antrag vervollständigen und absenden. 
  • Ihr Ticket ist 7 Tage gültig bzw. wird das Fristende in der Bestätigungs-e-mail angezeigt. Nach Ablauf des Fördercalls verliert ein Ticket jedenfalls seine Gültigkeit.
  • Start der Ticketziehung für den 1. call ist 17:00 Uhr

Weitere Informationen

Bitte beachten Sie: Auf Förderungen besteht kein Rechtsanspruch.
Die genannten Inhalte stellen eine kompakte Zusammenfassung der Förderungen für NÖ Gemeinden dar. Aufgrund der Kurzdarstellung kann nicht auf alle Fördervoraussetzungen eingegangen werden. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass sich Förderungen kurzfristig ändern können. Letztgültige Informationen geben die unter den Links angeführten Förderstellen.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Hotline: 02742 22 14 44
E-Mail: gemeindeservice@enu.at
Vor-Ort-Beratung der Förderberatung NÖ (http://www.umweltgemeinde.at/vor-ort-beratung)

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