Umwelt-Gemeinde-Service

Notfallresilienzsysteme in KEM-Regionen

Symbol Fördergeber Bund

Investitionsförderung in Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) für Kommunale Notfallresilienzsysteme

Der Klima- und Energiefonds unterstützt im Jahresprogramm 2022 durch gezielte Förderungen den Einsatz von klimaschonenden und umweltfreundlichen Technologien in den Klima- und Energie-Modellregionen (KEM). Darunter fällt auch die Investitionsförderung für kommunalen Notfallresilienzsysteme laut Leitfaden Kapitel 6.  

Gefördert werden

Kommunale Notfallresilienzsysteme, also neu installierte erneuerbare Stromerzeugungsanlagen mit verpflichtender Speicherung und nur gemeinsam mit einem Notfallresilienzmanagement (z.B. Netzumschaltbox etc), welches sicherstellt, dass die Versorgung von krisenrelevanter Infrastruktur gewährleistet wird.

  • Errichtung und Erweiterung von stationären Stromerzeugungsanlagen im Netzparallelbetrieb mit verpflichtendem Stromspeicher und nur gemeinsam mit Notstromfunktionalität. Die Anlagengröße muss mindestens 5 kWp betragen.
  • Nachrüstung von Stromspeichern für bestehende erneuerbare Energieerzeugungs-Anlagen, aber nur gemeinsam mit einem Notfallresilienzsystem

Förderfähige Anlagenstandorte

  • Sozialeinrichtungen
  • Bildungseinrichtungen
  • Vereinsgebäude
  • öffentliche Gebäude
  • öffentliche Infrastruktur (zB. auch Deponieflächen, ...)

Hinweis: Eine Grundstückspacht im Zuge des Projekts seitens der Gemeinde ist nicht ausreichend um als öffentliches Grundstück zu gelten

Förderfähige Investitionskosten sind beispielsweise:

  • PV-Module, Wechselrichter
  • Aufständerungen, Nachführsysteme
  • Stromspeichereinheit
  • Montage/Installation
  • Lastmanagement (beinhaltet die Erfassung der Energieströme, intelligente Be- und Entladebetriebsarten sowie die Möglichkeit der Visualisierung, etc.)
  • Planungskosten bis zu maximal 10 % der anerkennbaren Netto-Investitionskosten

FörderwerberIn

Gemeinde, gemeindeeigener Betrieb, Verein, Verband, Genossenschaft, öffentliche Institution.
Betrieb - nur eingeschränkt auf die förderfähigen Anlagenstandorte

Förderhöhe

Einmaliger Investitionskostenzuschuss von 35 %:

  • PV-Anlage: 35% der Mehrinvestitionskosten (Referenzanlage siehe Berechnungshilfe)
  • Speicher und Resilienzmanagement: 35% der umweltrelevanten Investitionskosten

Förderdetails

  • Jedenfalls muss das System eine Versorgung krisenrelevanter Infrastruktur - wie beispielsweise Sammelpunkte für Einsatzkräfte, Durchsagen- und Lüftungsanlage Schulen, Notquartiere in Schulen - sicherstellen
  • maximale PV-Anlagengröße pro AntragstellerIn 1 MWp
  • Bei Stromspeicher ist die maximal geförderte nutzbare Speicherkapazität abhängig von der Größe der Anlage - es werden nur max. 3 kWh/kWp gefördert
  • KEM muss per 30.5.2022 in einem aufrechten Vertragsverhältnis mit der KPC im Auftrag des Klima- und Energiefonds stehen
  • Zustimmungserklärung des KEM Managements muss vorliegen
  • Norm - und fachgerechte Ausführung durch eine befugte Fachfirma.
  • Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme der Anlage innerhalb 1 Jahr ab Förderzusage.
  • Die errichtete Stromerzeugungsanlage und der Stromspeicher muss mindestens 10 Jahre im ordnungs- und bestimmungsgemäßen Betrieb bleiben.
  • Bei Anlagenerweiterungen, bei der die bestehende Anlage durch OeMAG oder eine andere Bundesstelle gefördert wurde/wird und in der Vereinbarung eine Anlagenerweiterung zugelassen ist, ist im Zuge der Endabrechnung die entsprechend aktualisierte Version dieser Vereinbarung vorzulegen. Sollte keine Anlagen-Erweiterung erlaubt sein, dann ist ein zusätzlicher Zählpunkt erforderlich um hier einreichen zu können. 
  • Genehmigungen, Bescheide die für den Bau und Betrieb der Anlage erforderlich sind, müssen eingeholt werden und zum Zeitpunkt der Endabrechnung vorgelegt werden.
  • Für Antragsteller die dem Bundesvergabegesetz unterliegen, gibt es eine Dokumentationspflicht auch für das Direktvergabeverfahren und die Ermittlung des geschätzten Auftragswertes.
  • Für die Anlage bzw. den Stromspeicher darf keine weitere Bundesförderung in Anspruch genommen werden. Nur zur Sicherung der Fremdfinanzierung können weitere im Leitfaden definierte Förderungen wie beispielsweise die Förderaktionen der Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) sowie der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) kombiniert werden.
  • Rechnungen kleiner 200 Euro netto sind nicht förderfähig sowie Bar-Rechnungen über 5.000 Euro netto.
  • nicht förderbar sind Mehrwertsteuer, Bleispeicher oder der Einbau gebrauchter Teile
  • Nähere Details zu Investitionsförderungen für KEM im Leitfaden, Kapitel 6.

Einreichung

  • Vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen, vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht. Das Bestelldatum muss im Zuge der Endabrechnung bestätigt werden.
  • Ende der Einreichfrist 28.2.2023 - 12 Uhr

Weitere Informationen


Bitte beachten Sie: Auf Förderungen besteht kein Rechtsanspruch.
Die genannten Inhalte stellen eine kompakte Zusammenfassung der Förderungen für NÖ Gemeinden dar. Aufgrund der Kurzdarstellung kann nicht auf alle Fördervoraussetzungen eingegangen werden. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass sich Förderungen kurzfristig ändern können. Letztgültige Informationen geben die unter den Links angeführten Förderstellen.

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E-Mail: gemeindeservice@enu.at
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