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Förderung innovativer Sanierungen öffentlicher oder betrieblicher Gebäude

Gefördert werden

Gefördert werden umfassende Sanierungsprojekte von betrieblich genutzten und öffentlichen Gebäuden:

  • Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes
  • Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz inkl. Abwärme
  • und damit kombinierte Maßnahmen zur Anwendung erneuerbarer Energieträger

Die Gebäude sind vor dem 1.1.2020 errichtet worden oder denkmalgeschützt.

Bei den mustersanierten Gebäuden entstehen, wegen des extrem niedrigen Energiebedarfs und dem sehr hohen Anteil an erneuerbaren Energien, kaum noch Treibhausgasemissionen.

Förderbare Maßnahmen

Beispiele Sanierung

  • Dämmung der thermischen Hülle
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren, jedoch keine Kunststofffenster und -türen
  • Einbau von Lüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung
  • Außenliegende Verschattungssysteme zur Reduzierung des Kühlbedarfs des Gebäudes
  • Maßnahmen zur effizienten Energienutzung in der Haustechnik oder zur Rückgewinnung vorhandener Abwärme
  • Hinterlüftete Fassadensysteme und fassadengebundene Bepflanzung (förderbare Kosten zwischen max.100 und 150 Euro/m2)
  • Extensive Dachbegrünung und solare Gründächer

Beispiele erneuerbare Energie und Steigerung der Energieeffizienz

  • PV-Anlagen und -fassaden bis 100 kWp inkl. Speicher für die Eigenverbrauchsoptimierung
  • Biomasse Einzelanlagen und Wärmepumpen
  • Thermische Solaranlagen zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung
  • Anschlüsse an biogene Fernwärme
  • Umstellung auf LED
  • Messtechnik für das vorgeschriebene Energieverbrauchsmonitoring (EVM)

Förderhöhe

Einmaliger Netto-Investitionszuschuss in % der förderbaren Kosten (Förderbasis sind die umweltrelevanten Mehrkosten)

  • 40 % für die thermisch-energetische Gebäudesanierung
  • 25% für Maßnahmen zur Anwendung erneuerbarer Energie und zur Steigerung der Energieeffizienz

Durch beihilferechtlichen Höchstgrenzen bzw. programmspezifische Höchstförderung kann sich der Betrag reduzieren.

Zuschläge von 5% der förderbaren Kosten bis zur beihilfenrechtlichen Höchstgrenze möglich für

  • Passivhaus Classic
  • klimaaktiv Gold-Standard
  • Plusenergiehaus (produzierte erneuerbare Energie zumindest gleich groß wie der erforderliche Primärenergie-Aufwand für die Bereitstellung von Strom, Wärme und Kälte)

Weiterer Zuschlag von 5% der förderbaren Kosten der thermischen Sanierung der Gebäudehülle, wenn überwiegend Dämmstoffe mit dem Österreichischen Umweltzeichen oder der Auszeichnung natureplus verwendet werden. Es wird empfohlen, bei neuen Elektro-, Wasser- und Abwasserinstallationen (Kabel, Leitungen, Rohre, Dosen etc.) und neu eingebrachten Folien und Abdichtungsbahnen auf den Einsatz von PVC-freien Materialien zu achten.

Förderdetails

  • Förderbar sind Projekte, die sowohl Maßnahmen zur thermischen Gebäudesanierung als auch zur effizienten Energienutzung in der Haustechnik oder zur Rückgewinnung vorhandener Abwärme enthalten und gegebenenfalls mit Maßnahmen zur Anwendung erneuerbarer Energieträger kombiniert werden.
  • Energieausweis, mit der Berechnung des Heizwärme-, Kühl- und Endenergiebedarfs des Gebäudes gemäß OIB-Richtlinie (gemäß OIB-Richtlinie 6, Stand 2015 oder 2019) vor und nach der Sanierung unter Verwendung validierter Software
  • Einhaltung von Unterschreitungswerten beim Heizenergiebedarf, Gesamtenergieeffizienzfaktor (gemäß OIB-Richtlinie 6, Stand 2015 oder 2019) sowie Mindestanforderungen für die Luftdichtheit (siehe Leitfaden Kapitel 6)
  • Der Anteil an erneuerbaren Energieträgern oder genutzten Abwärme-Potenzialen am Gesamtenergiebedarf der sanierten Gebäude muss mindestens 90 % betragen. Ausnahme bei fossile Fernwärme falls der gesamte Strombedarf aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden kann.
  • Thermische Solaranlagen müssen eine Zertifizierung nach der „Solar Keymark“-Richtlinie nachweisen.
  • Holzzentralheizungsgeräte - Emissionswerte im Volllastbetrieb gemäß Typenprüfbericht müssen die Anforderungen der Umweltzeichenrichtlinie für Holzheizungen UZ 37 erfüllen.
  • Elektrische Heizungswärmepumpen - Jahresarbeitszahl mindestens 411; GWP des Kältemittels unter 2.000 (nach 5. IPCC Sachstandbericht); nach Möglichkeit sollte eine Kombination mit Solaranlagen angestrebt werden.
  • Mustersanierung muss bis spätestens 01.09.2022 abgeschlossen sein.
  • Projektkosten mindestens € 35.000 (umweltrelevante Investitionskosten für sämtliche eingereichten Maßnahmen)
  • Einzelbelege mit einem Betrag von weniger als 200 Euro (netto) sind nicht förderbar
  • Ein EVM (Energieverbrauchsmonitoring) System ist zu implementieren, die dafür erforderliche Messausstattung zu installieren. Die Kosten dafür sind förderbar. Die Daten des EVM sowie des Optimierungsberichts müssen spätestens 13 Monate nach Fertigstellung der Sanierung den vom Klima- und Energiefonds beauftragten BeratungsexpertInnen übermittelt werden andernfalls es zur Reduktion der Förderung kommt.
  • Verpflichtende Beratung zum EVM vor Einreichung
  • Nicht förderbar sind Gebäude welche in den letzten 10 Jahren nicht zumindest eine Heizperiode beheizt waren.
  • Nicht förderbar sind Wärmeverteilung und Wärmeabgabesysteme in Gebäuden
  • Vergrößerung des beheizten Raumvolumens wie etwa Dachgeschoßausbau, Anbauten etc. - die Kosten der thermischen Sanierung, des neu errichteten Heizsystems und der Beleuchtungsoptimierung sind im Ausmaß der Erweiterung nicht förderbar.
  • Keine weitere Bundesförderung für die in der Mustersanierung geförderten Maßnahmen wie etwa Tarif- oder Investitionsförderung der Photovoltaikanlage gemäß Ökostromgesetz. Ausnahme: gewisse Förderaktionen der Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) sowie der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT)
  • kostenlose Beratung und Hilfestellung durch die vom Klima- und Energiefonds beauftragte Planungsberatung vor der Einreichung und bei der Projektabwicklung

Mustersanierung in KEM-Regionen

Mustersanierungsprojekte öffentlich genutzter Gebäude in Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) werden gefördert. Es werden dafür zusätzlich zu den 1,5 Mio. Euro, Mittel aus der Investitionsförderung der KEM, für Mustersanierungsprojekte der öffentlichen Hand und Gebietskörperschaften reserviert. Achtung: die Reservierung gilt nur für Einreichungen bis 23.10.2020 - 12 Uhr.

Die KEM muss zum Zeitpunkt der Einreichung des Förderungsantrages in einem bestehenden Vertragsverhältnis in der Konzept-, Umsetzungs- bzw. Weiterführungsphase mit der KPC im Auftrag des Klima- und Energiefonds sein.

Einreichung

Vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen, vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht. Das Bestelldatum muss im Zuge der Endabrechnung bestätigt werden. 

Einreichung in zwei Schritten:

  • Online-Registrierung beim Klima- und Energiefonds
  • Mit der Registrierungsnummer online Antrag bei der KPC

Ende Einreichfrist: 26.2.2021 - 12 Uhr.

  • Vorgezogene Einreichfristen ermöglichen eine schnellere Abwicklung der Projekte: 23.10.2020 - 12 Uhr.
  • Das Konzept des EVM muss spätestens bis 08.02.2021 bei der Beratungsstelle vorgelegt und besprochen werden. Bei vorgezogener Einreichfrist (23.10.2020, 12 Uhr) muss das EVM-Gespräch bis spätestens 12.10.2020 durchgeführt werden. Projekte, die das EVM Konzept der Beratungsstelle nach Ablauf dieser Frist vorlegen, werden von der Abwicklungsstelle nur als Reserveprojekte entgegengenommen


Bitte beachten Sie: Auf Förderungen besteht kein Rechtsanspruch.
Die genannten Inhalte stellen eine kompakte Zusammenfassung der Förderungen für NÖ Gemeinden dar. Aufgrund der Kurzdarstellung kann nicht auf alle Fördervoraussetzungen eingegangen werden. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass sich Förderungen kurzfristig ändern können. Letztgültige Informationen geben die unter den Links angeführten Förderstellen.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Hotline: 02742 22 14 44
E-Mail: gemeindeservice@enu.at
Vor-Ort-Beratung der Förderberatung NÖ (http://www.umweltgemeinde.at/vor-ort-beratung)

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Das Umwelt-Gemeinde-Service ist eine Initiative der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

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Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at.

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