Umwelt-Gemeinde-Service

Hoch­wasser­schutz

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Förderung im Zusammenhang mit Hochwasserschutz an Flüssen

Die Förderung erfolgt nach den Bestimmungen des österreichischen Wasserbauten Förderungsgesetzes 1985 (WBFG) .  Nach § 3, Abs. 1 WBFG müssen die Maßnahmen den Technischen Richtlinien der Bundeswasserbauverwaltung (RIWA) entsprechen.

Gefördert werden

Herstellung, Instandhaltung und Betriebsmaßnahmen inkl. Planung und Bauaufsicht zur Verbesserung der Abflussverhältnisse, zum Schutz gegen Hochwasser aber auch zur Sicherung und Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer, soweit dabei die Ziele des WBFG miterfüllt werden. Weiteres können u.a. Grunderwerb im Zuge von Hochwasserschutzmaßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit (Tafeln, Broschüren,..) Erhaltungsmaßnahmen an Gewässern wie Freihaltung von Bewuchs, die Erstellung von Unterlagen wie beispielsweise Gefahrenzonenpläne sowie Forschungsvorhaben in diesem Bereich gefördert werden aber auch Sofortmaßnahmen nach Hochwasserereignissen wie Gerinneräumungen.

FörderwerberIn

  • Gemeinde als Vertreter der GewässeranrainerInnen
  • Wasserverband (Regulierung), Wassergenossenschaft
  • GewässeranrainerIn

Förderhöhe

  • Die Höhe der Förderung ist abhängig um welchen Fluss es sich handelt und um welche Maßnahme bzw. wieviel Fläche geschützt wird. Es wird zwischen Sofortmaßnahmen, Schutzbauten bzw. Regulierungsbauten, Hochwassermaßnahmen, Maßnahme zum Rückhalt, Maßnahmen zur Instandhaltung bzw. zum Betrieb unterschieden.
  • Für Gemeinden liegt der Eigenanteil am Projekt - der sogenannte Interessentenbeitrag meist zwischen 10 % bis 33 %

Fördervoraussetzungen

Projekte dürfen nur in Abstimmung mit den zuständigen Landesstellen umgesetzt werden.

Einhaltung der Technischen Richtlinie der Bundeswasserbauverwaltung (RIWA) - u.a. die Erstellung eines Gewässerpflegekonzeptes sowie folgende allgemeine Grundsätze:

  • Unterstützung aller natürlichen Möglichkeiten des Hochwasserrückhaltes und der Verbesserung des Geschiebehaushaltes
  • Vermeidung aller abflussverschärfenden und erosionsfördernden Maßnahmen
  • Anpassung der Bewirtschaftung gewässernaher Zonen an die Wirkung exzessiver Abflüsse unter Berücksichtigung der Widerstandskraft und Schadensanfälligkeit der Bewirtschaftungsform
  • Erhaltung vorhandener natürlicher bzw. Reaktivierung verloren gegangener natürlicher Abfluss- und Retentionsräume
  • Anwendung naturnaher Methoden unter Beachtung des Standes der Technik im Schutzwasserbau
  • Grundsätzlich muss eine einzugsgebietsbezogene Betrachtung der Gewässer unter Berücksichtigung der wasserwirtschaftlichen Planung gem. §§ 55ff. WRG 1959 stattfinden

Einreichung

  • Vor Projektbeginn einreichen. Ausgenommen davon sind Notfälle.
  • Richten Sie ein formloses Ansuchen an die NÖ Landes-Abteilung Wasserbau (WA3).
  • Der Förderantrag für den Bundesmittelanteil wird von der Wasserbauverwaltung des Landes (WA3) im Namen der FörderwerberInnen beim Bund (KPC) eingebracht.

Weitere Informationen

Bitte beachten Sie: Auf Förderungen besteht kein Rechtsanspruch.
Die genannten Inhalte stellen eine kompakte Zusammenfassung der Förderungen für NÖ Gemeinden dar. Aufgrund der Kurzdarstellung kann nicht auf alle Fördervoraussetzungen eingegangen werden. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass sich Förderungen kurzfristig ändern können. Letztgültige Informationen geben die unter den Links angeführten Förderstellen.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Hotline: 02742 22 14 44
E-Mail: gemeindeservice@enu.at
Vor-Ort-Beratung der Förderberatung NÖ (http://www.umweltgemeinde.at/vor-ort-beratung)

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