Umwelt-Gemeinde-Service

Biodiversität erhalten

Symbol Fördergeber Bund

Biodiversitätsfond zur Erhaltung der Lebensräume und Artenvielfalt

Neben dem Klimawandel bedroht der Verlust an Biodiversität unsere Lebensgrundlagen. Die Hauptursache für den Verlust der biologischen Vielfalt liegt in der menschlichen Landnutzung und den Ressourcenentnahmen mit Verschmutzung, Klimawandel und invasiven Arten als Folgeverstärker. Der weltweite living-planet Index zeigt einen Rückgang von 60 % gegenüber 1970.

Mit dem Biodiversitätsfonds hat die Österreichische Bundesregierung eine Förderschiene geschaffen, die zur Umsetzung der österreichischen Biodiversitäts-Strategie und zu den globale Nachhaltigkeitszielen beitragen soll um so die Natur und Vielfalt Österreichs zu schützen und zu erhalten. Die gesamte Dotierung 2021-2026 beläuft sich auf 80 Mio Euro aufgeteilt 50:30 aus Mitteln des europäischen Aufbauplans (ARF) und nationalen Mitteln. Für den Call 2022 stehen 25 Mio Euro zur Verfügung.

Gefördert werden

Umsetzungsprojekte, die einen signifikanten Beitrag zum Schutz der Biodiversität leisten.

Schwerpunkte für den call 2022 sind:

  • Wiederherstellung prioritärer, geschädigter Ökosysteme - insbesondere mit dem Schwerpunkt Moore, Feuchtgebiete und Sonderstandorte (Trockenrasen, Sanddünen etc)
  • Schutz gefährdeter Arten und Lebensräume

FörderwerberIn

  • Gemeinde
  • NGO, Universität, Betrieb, Privatperson, juristische Person

Förderhöhe

  • bis zu 100 %
  • 40 % -  60 % für Wettbewerbsteilnehmer (Unternehmer laut AGVO je nach Größe)

förderfähige Kosten sind: 

  • Personalkosten
  • Materialkosten
  • Reisekosten
  • Drittkosten (Vergabe an SubauftragnehmerInnen)
  • Sonstige Kosten

Förderdetails

  • Die Mindestprojektsumme beträgt 15.000 Euro
  • Genehmigungen, Zustimmungen, Bescheide u.ä. müssen zum Antragszeitpunkt vorliegen. Behördliche Genehmigungsbescheide können im begründeten Ausnahmefall bis zur entsprechenden Sitzung der Biodiversitätsfonds-Kommission (für den call 2022 ist dies März 2023) nachgereicht werden.
  • Einreichungen werden anhand von Bewertungskriterien von der Biodiversitätsfonds-Kommission ausgewählt. Auswahlempfehlungen werden danach zur Genehmigung an die Bundesministerin übermittelt. Nach Genehmigung erfolgt der Vertragsabschluss.
  • Die Projektbeschreibung sollte Bezug auf die Bewertungskriterien nehmen. Die Projektbeschreibung hat eine Begründung der Kosten zu beinhalten.
  • Weitere Einreichunterlagen (Kostenschätzungen, CV/Lebenslauf MitarbeiterInnen etc) sind im Fördercall 2022 zu finden.
  • Neben der Kostenschätzung sind bei Anlagenteile bzw. Kostenpositionen, die mehr als 10 % der genehmigten Projektkosten ausmachen oder mehr als 10.000 Euro betragen 2 Angebote für den Nachweis der Angemessenheit der Kosten erforderlich.
  • Beginn der Umsetzung innerhalb 1 Jahres ab Förderzusage/-vertrag.
  • Die Laufzeit der Projekte wird im Förderungsvertrag festgelegt - Projekte des calls 2022 müssen bis Ende 2025 umgesetzt sein! Generell ist die spätestmögliche Frist der Fertigstellung/Endabrechnung aufgrund der EU-Mittelanteile das 1. Quartal 2026.
  • Einhaltung aller vergabegesetzlichen Bestimmungen
  • Förderfähig sind nur direkte Projektkosten, also Kosten die für die Umsetzung des beantragten Vorhabens nötig sind (inkl. Planungs- oder Bauaufsichtsleistungen). Eigenleistungen sind unter gewissen Voraussetzungen förderbar, müssen aber genau dokumentiert werden.
  • Umsatzsatzsteuer ist nur dann förderbar, wenn FörderungswerberIn nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist
  • Nicht förderbar sind u.a. gesetzlich oder berhördlich verpflichtende Maßnahmen (z. B. Kompensationsmaßnahmen, Erfüllung vorgeschriebener nationaler sowie internationaler Berichtspflichten), Versicherungsprämien, Gerichts-, Rechtsanwalts- oder Notariatsgebühren, Verwaltungsabgaben und - gebühren und Steuern (ausgenommen die Umsatzsteuer bei nicht vorsteuerabzugsberechtigten Förderungswerbenden), Finanzierungskosten, Bewirtungskosten.
  • Ab 1 Mio. Euro Projektvolumen ist die Einhaltung der green-event Vorgaben für Veranstaltungen sowie des österreichischen Umweltzeichnes für Produkte und Dienstleistungen einzuhalten und die öffentliche Beschaffungen muss nach dem Aktionsplan Nachhaltige öffentliche Beschaffung erfolgen. Für alle geringeren Projektvolumina wird die Anwendung dieser Vorgaben empfohlen.
  • Planung und Durchführung durch befugte und befähigte Personen oder Unternehmen
  • Zwischen- und Endberichte sind erforderlich.
  • Vorfinanzierung zum Teil erforderlich. Die Auszahlung der bewilligten Fördersumme erfolgt in der Regel in drei  Tranchen: 20 % Vorauszahlung, danach Auszahlung von 40 % bei Abnahme des Zwischenberichtes (abzüglich Deckungsrücklass). Die Restzahlung erfolgt nach Projektabschluss und Abnahme des Endberichts durch die KPC.

Einreichung

  • nur während der calls möglich - calls finden in regelmäßigen Abständen statt.
  • Call 2022: 12.Oktober 2022 bis 12. Jänner 2023
  • Vor Auftragsvergabe - online bei der KPC

Weitere Informationen

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Hotline: 02742 22 14 44
E-Mail: gemeindeservice@enu.at
Vor-Ort-Beratung der Förderberatung NÖ (http://www.umweltgemeinde.at/vor-ort-beratung)

Logo EFRE

Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at.

Die NÖ Energie- und Umweltagentur nimmt den Schutz personenbezogener Daten sehr ernst. Aus diesem Grund werden Cookies nur bei der Nutzung unseres Chat-Services verwendet. Sie können unsere Seite grundsätzlich auch ohne das Setzen von Cookies beim Chat-Service benutzen. Mehr Informationen