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Erfreuliche Zwischenbilanz für NÖ Schutzgebietsbetreuung

Gemeinden, Naturschutzorganisationen und Freiwillige arbeiten gemeinsam, um wertvolle Naturgebiete in Niederösterreich zu erhalten.

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Das Thayatal ist seit 20 Jahren Nationalpark und ein Hotspot der Artenvielfalt.

Naturschutz hat in Niederösterreich einen hohen Stellenwert. Knapp ein Drittel der Landesfläche ist Schutzgebiet. Die Schutzgebietsbetreuung sorgt dafür, dass es erhalten bleibt. Waren es 2018 noch 34 Pflegeeinsätze, so fanden im vergangenen Jahr 49 Aktionen statt. Über 600 Menschen nahmen daran teil und setzten sich ehrenamtlich für den Erhalt wertvoller Naturschätze ein. 

Gemeinden wichtige Partner

Wichtig ist, die Gemeinden in die Schutzgebietsbetreuung einzubeziehen. Immerhin erstrecken sich die Europaschutzgebiete in Niederösterreich über 400 Gemeinden. In etwa der Hälfte fanden im letzten Jahr Aktivitäten zur Betreuung der Schutzgebiete statt. 62 Gemeinden brachten sich sogar aktiv ein. Wie etwa Mostviertler Ybbstal, wo sich seit dem Vorjahr mehrere Gemeinden für den Erhalt von Narzissen- und Orchideenreichen Wiesen einsetzen. Zusammen mit Landwirten werden Pflegemaßnahmen für die wertvollen Wiesen erarbeitet und die Bevölkerung durch Bewusstseinsbildung eingebunden. Auch an dem Projekt „Naturvermittlung in der Doislau und im Zauchbachtal“ sind mehrere Gemeinden aus dem Mostviertel beteiligt. Im August finden dort geführte Spaziergänge durch den Lebensraum vieler Wildbienen und besonderer Wildkräuter statt.

Andere Gemeinden wie Ernstbrunn im Weinviertel ließen sich von der Naturschutzakademie dabei begleiten, mehr Bewusstsein für Artenvielfalt zu schaffen. Über 70 Freiwillige nahmen dort an einem Pflegeeinsatz zum Erhalt der Wacholderheiden im Naturpark Leiserberge teil. In Gmünd im Waldviertel lernten SchülerInnen dadurch die Natur vor ihrer Schultüre kennen und staunten über den Fund von 100 verschiedenen Arten. Diese und viele andere Beispiele zeugen von der Begeisterung vieler niederösterreichischer Gemeinden für die Artenvielfalt.

Schwerpunkt liegt auf Betreuung der Europaschutzgebiete

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf hebt die Bedeutung der niederösterreichischen Europaschutzgebiete als Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000 hervor: "Sechs Europaschutzgebiete werden durch bestehende Organisationen wie das Biosphärenpark Wienerwald-Management, die Wildnisgebietsverwaltung Dürrenstein oder die beiden Nationalparks des Landes betreut. In weiteren 12 Gebieten konnten durch die Schutzgebietsbetreuung Aktivitäten gesetzt werden."

Schutzgebietsbetreuung ist mehr als nur Naturschutz

Darüber hinaus fallen Naturschutzgebiete und flächige Naturdenkmäler in den Zuständigkeitsbereich der Schutzgebietsbetreuung. Die Aufgaben der Schutzgebietsbetreuung reichen dabei von der Erhaltung der Schutzgebiete als Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen über die Umsetzung der Pflege- und Managementpläne bis hin zur Förderung der Akzeptanz und der Bewusstseinsbildung. Auch der Informationsaustausch unter den verschiedenen Nutzergruppen und ein effizienter Einsatz der Mittel sind wichtige Faktoren.

Laufender Ausbau der Schutzgebietsbetreuung

Die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ organisiert die Schutzgebietsbetreuung gemeinsam mit der Abteilung Naturschutz beim Amt der NÖ Landesregierung. Nach dem Start im Weinviertel erfolgte zwei Jahre später die Betreuung in allen Vierteln des Landes. Seither wird die Schutzgebietsbetreuung Schritt für Schritt weiter ausgebaut.

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Das Umwelt-Gemeinde-Service ist eine Initiative der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

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