Logo Umwelt-Gemeinde-Service

Großschönau e5

Seit mehr als 30 Jahren spielt Energie, Klima und Zukunftsvorsorge eine bedeutende Rolle in der Gemeindepolitik von Großschönau. 1986 wurde als erster Schritt die Bioenergiemesse (BIOEM) ins Leben gerufen wo sich jährlich etwa 20.000 Menschen über die neuesten Produkte im Bereich Energieeffizienz und Bioenergie informieren.

In den neunziger Jahren entstand ein Biomasse Heizwerk, an das alle öffentlichen Gebäude im Ort Großschönau angeschlossen wurden. Der Beschluss zum Konzept Sonnenplatz Großschönau fiel zehn Jahre später. Ein Passivhausdorf zum Probewohnen, ein Kompetenzzentrum für Bauen und Energie und eine Energie-Erlebniswelt sollten Tourismus und Wirtschaft ankurbeln.

Mit dem Beitritt zum e5-Programm setzte Großschönau einen wichtigen energiepolitischen Schritt, um die Kontinuität des eingeschlagenen Weges zu sichern. Will die Gemeinde doch bis 2030 mit den Partnergemeinden der Energie- und Modellregion Lainsitztal und Umgebung energieautark sein.

Die Erstellung eines Energieleitbildes mit Energiekonzept sowie die Energiebuchhaltung als auch regionale Konzepte stellen gute Grundlagen für den maßnahmenorientierten e5-Prozess dar. In Folge der Energiebuchhaltung wurden zahlreiche Effizienzmaßnahmen ergriffen, PV-Anlagen sowie Batteriespeicher zur Erhöhung der Eigenstromnutzung errichtet. Somit werden alle gemeindeeigenen Gebäude erneuerbar beheizt und alle Gebäude als auch die Straßenbeleuchtung können mit PV-Strom versorgt werden.

Mittlerweile beträgt der Anteil erneuerbare Wärme auf dem Gemeindegebiet über 90%. Ein dichtes Radwegenetz verbindet die umliegenden Gemeinden mit dem Hauptort Großschönau und darüber hinaus wird an einem regionalen Radwegenetz bereits gearbeitet. Für eine nachhaltige Mobilität stehen zahlreiche e-Ladestellen sowie ein e-Bike-Verleih zur Verfügung.

2018 erhielt Großschönau als erste niederösterreichische Gemeinde „Gold-Status“ mit 5e.

Energiepolitische Aktivitäten

  • Energieleitbild mit Konzeptcharakter erarbeitet und beschlossen 2021 (2018)
  • Richtlinie Nachhaltiges Bauen und Sanieren v. öff. Gebäuden (klima.aktiv Gold) 2021 beschlossen
  • Energiebuchhaltung seit 2014 und Energiebuchhaltungsvorbildgemeinde seit 2016
  • Gemeindeeigene Gebäude zu 100% erneuerbar beheizt
  • Stromverbrauch Gebäude u. Straßenbeleuchtung kann durch PV-Eigenstromproduktion abgedeckt werden (darüber hinaus Überschusseinspeisung)
  • Erneuerbare Wärme auf Gemeindegebiet nahezu 100%
  • Durchführung einer Mobilitätsbefragung bei MitarbeiterInnen und Erstellung eines Mobilitätskonzeptes (Dienstreiseregelung und Anreise Dienstort)
  • e-Ladestation und zwei e-Autos im Gemeindefuhrpark, Fuhrpark in Energiebuchhaltung erfasst
  • Ausbau des Radwegenetzes mit Beschilderung und Vernetzung der Katastralgemeinden (2016), regionales Radwegenetz in Umsetzung
  • Mobilitätsbefragung mit Infoveranstaltung und Workshops zu e-Fahrtendienst und e-Carsharing 2021
  • Beschaffungsrichtlinie mit Nachhaltigkeitskriterien und Beschluss für nachhaltige Feste (Green Events)
  • GR-Beschluss für Budget zur klimaneutralen Transformation, Verwendung Budget für nachhaltige Projekte
  • Raus aus dem Öl Pilot-Gemeinde
  • Regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit im Bereich Energie und Klima (u.a. EU-Projekte mit Partnergemeinden)
  • Attraktive Gemeindeeigene Förderungen für Energieeinsparung und Nutzung von erneuerbarer Energie

Video

Weitere Informationen

    Sonnenwelt Großschönau

    Sonnenwelt_grossschoenau

    Großschönau beherbergt seit Mai 2013 Europas einzigartige Erlebnisausstellung "Sonnenwelt". 

    für weitere Beiträge scrollen →

    Die NÖ Energie- und Umweltagentur nimmt den Schutz personenbezogener Daten sehr ernst. Aus diesem Grund werden Cookies nur bei der Nutzung unseres Chat-Services verwendet. Sie können unsere Seite grundsätzlich auch ohne das Setzen von Cookies beim Chat-Service benutzen. Mehr Informationen