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Das war das Energie.Gemeinde Forum

Das Energie.Gemeinde.Forum am 2. Dezember 2021 stand ganz im Zeichen der Klimaziele 2030 für Gemeinden und des Themas Blackout- Vorsorge für Gemeinden.

LHStv. Stephan Pernkopf begrüßte die 200 TeilnehmerInnen mit einer motivierenden Botschaft und unterstrich die aktive Rolle von Gemeinden im Klimaschutz und Klimaanpassung. 

Klimaziel und Zukunftsthema: Energieeffiziente Gebäude

Ing. Franz Patzl vom Land NÖ (RU3) berichtete zum Stand der NÖ Gemeinden am Weg zu den Klimazielen 2030. Viele Investitionen in Gemeinden wurden in Form von neuen Anlagen, wie  PV-Anlagen, e-Autos und  LED-Straßenbeleuchtung getätigt. Potenzial gibt es vor allem beim Thema Heizungstausch, Nah-/Fernwärmeanschlüssen und bei thermischen Sanierungen.

Was bringt die Zukunft? Nach vielfältigen Neuerungen auf EU- und nationaler Ebene wird das NÖ Energieeffizienzgesetz von 2012 ebenfalls erneuert. Mit dem übergeordneten Ziel der Klimaneutralität bis 2040 steht über allem, mit der Ressource Energie in allen Bereichen effizient umzugehen. Die essenzielle Basis dafür bietet die Energiebuchhaltung. Zudem braucht es eine Renovierungsrate von 3 % pro Jahr, auf das Niveau von Niedrigstenergiegebäuden. Im Interview mit GF Herbert Greisberger (eNu) unterstreicht der Experte nochmals die enorme Bedeutung von Sanierungen, um den Energieverbrauch zu senken.

Photovoltaik mit Speicher als Blackout-Vorsorge

Das Thema Blackout ist in der Gesellschaft und in den Gemeinden angekommen. Während der Schwerpunkt für Haushalte bei der Eigenversorgung über einige Tage liegt, erwarten Gemeinden größere Herausforderungen. Die Erhaltung kritischer Infrastruktur, Leistungen von Blaulichtorganisationen und eine Notfallversorgung für die Bevölkerung beschäftigen Gemeinden. Doch wie sieht die Energieversorgung in einer solchen Ausnahmesituation aus? Sind Diesel-Notstromaggregate "Strom von gestern"? Experten klären auf. 

Landesgeschäftsführer vom Zivilschutzverband Thomas Hauser war zu Gast. Zu den Tätigkeiten des Zivilschutzverbandes gehört die Betreuung von Gemeinden bei der Katastrophenschutzplanung, Teil davon ist die Vorbereitung auf Blackout-Szenarien. Er sieht den Vorteil eines PV-Speicher-Systems darin, dass man in alternativ betriebenen Gebäuden nicht nur im Krisenfall profitiere, sondern das ganze Jahr über. Ein Notstromaggregat müsse aufwendig getestet, aufbereitet und im Krisenfall mit Diesel betrieben werden. Doch im Krisenfall ist es wahrscheinlich, dass nicht eine Gemeinde allein betroffen ist, sondern eine ganze Region. Dann wäre auch die Ressource Diesel knapp und die Versorgung damit schwer zu gewährleisten.

Peter M. Ramharter, Experte des Unternehmens Wicon, setzt schon lange in Privathaushalten PV-Speicher-Systeme um. Er ist ebenfalls überzeugt: auf erneuerbare Energien zu setzen, sei nicht bloß ein Werkzeug zur Vorbereitung auf ein Black-Out, sondern rechne sich auch im Alltag.

Die Hauptvorteile sind:

  • die laufenden Kosten sind gering
  • es ergibt sich im Alltag eine laufende Ersparnis
  • im Blackout schaltet das System vollautomatisch um

Ein Stromspeichersystem besteche zusätzlich zu den bereits genannten Vorteilen mit einem niedrigen Personalaufwand. Es könne wetterunabhängig gestaltet werden und problemlos einen 14-Tage Betrieb gewährleisten. Bis zu einem Blackout-Fall hat sich ein PV-Speichersystem hoffentlich sogar finanziell selbst bezahlt. Herr Ramharter informiert über die optimale Auslegung des Speichers und den Mindest-Ladestand je nach Wetter und Jahreszeit. Die Anpassung des zu haltenden Mindest-Ladestandes kann ebenfalls automatisch eingestellt werden. So wird die Vorsorge sorgenlos.

Von Live-Studio-Ausstrahlung in die Videokonferenz

Nachdem die Vorträge abgeschlossen waren, ging es von Youtube-Live in die Diskussion per Zoom-Konferenz. Über 120 Personen nahmen noch an der zweiten Runde teil und freuten sich über einen regen Austausch. Vor allem empfahlen GemeindevertreterInnen, Blackout-Übungen mit dem Zivilschutzverband durchzuführen. Denn im Fall der Fälle, sollten alle Vorbereitungen getroffen, und die Abläufe klar sein. 

Klimarelevante Fördergelder abholen - so gelingt's!

LHStv. Stephan Pernkopf weist in seinen Grußworten auf die gute Fördersituation hin. Hier werden Sie fündig:

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