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Benchmarktool markiert neue Zielgerade

Das Klimaziel 2030 zum Wärmeverbrauch von Gebäuden ist nun im Werkzeug integriert.

benchmark-tool-2020

Mit dem Benchmarktool können Gemeindegebäude anonymisiert mit den Gebäuden der anderen Vorbildgemeinden verglichen werden.

Energiebuchhaltungs-Vorbildgemeinden steht das Benchmarktool der eNu zu den Energieverbräuchen ihrer Gebäude mit eindeutiger Nutzung  zur Verfügung. Dieses Instrument vergleicht  anonymisiert nutzungsgleiche Gebäude aller Vorbildgemeinden und erlaubt auf Knopfdruck eine Einschätzung der Gebäudequalität und zeigt Sanierungspotenziale auf.

Neu hinzugekommen ist die Visualisierung des Wärmeeffizienz-Ziels 2030 für alle kommunalen Gebäude. Damit wird auf den ersten Blick deutlich, bei welchen Objekten Handlungsbedarf zur Zielerreichung besteht.

Klimaziel Wärmeeffizienz

Das NÖ Klimaziel für den Wärmeverbrauch aller öffentlicher Gemeindegebäude beträgt 50 kWh pro m2 und Jahr. Die 50 kWh/m2a bei Wärme und die e5-Grenz- und Zielwerte bei Strom sind in Form von horizontalen Linien im Diagramm eingezeichnet. Sollte der Balken eines Gemeindegebäudes über dem NÖ Klimaziel bei Wärme und über dem e5-Grenzwert bei Strom liegen, empfiehlt es sich eine Optimierungsanalyse durchzuführen. Die Zielwerte sollten bei Optimierung des Gebäudes erreicht oder unterschritten werden.

Sanieren und Kosten sparen

Wer Gebäude thermisch saniert, spart durch den niedrigeren Wärmeverbrauch über den Zeitraum von 40 bis 50 Jahren bares Geld und schont das Klima. Als nächster wesentlicher Schritt steht der Umtausch auf ein erneuerbares Heizsystem an. Damit trägt man zur regionalen Wertschöpfung bei und verringert nochmals den CO2-Fußabdruck. Eine Heizungsumstellung ist erst nach einer thermischen Sanierung ratsam. Denn um effizient betrieben werden zu können, muss die Heizung der geringeren Heizlast entsprechend dimensioniert werden.

Erste Fragestellungen wird Ihnen Ihr Energiebeauftragter, als Energieexperte vor Ort, beantworten können.

Mustersanierung des Rathauses in Absdorf

Im Zuge der Sanierung des Rathauses inklusive des Zubaus aus 1986 wurde die komplette Gebäudehülle thermisch verbessert. Der Heizwärmebedarf konnte dabei von 177,0 kWh/m²a auf 21,2 kWh/m²a der Energieeffizienzklasse A gesenkt werden. Die Raumwärme wurde von Elektroradiatoren auf eine Beheizung durch eine Grundwasserwärmepumpe umgestellt. Auf das Dach des Gebäudes wurde zudem eine Photovoltaik-Anlage mit 7 Kilowatt Peak installiert, welche etwa 60 % des elektrischen Energiebedarfs bereitstellt. Der verbleibende Strombedarf wird als Ökostrom aus dem Stromnetz bezogen. Die gesamte Beleuchtung wurde auf LED umgestellt, um den Strombedarf möglichst gering zu halten.

Eine besondere Herausforderung bei der Sanierung des Rathauses war es, die Brücke zwischen einer hocheffizienten Sanierung der Bestandsbauteile und der gleichzeitigen Erhaltung des Gebäudecharakters zu schlagen. Aus diesem Grund wurde bei einem Teil der Fassade eine Innendämmung aufgebracht und das äußere Erscheinungsbild somit bewahrt.

KPC Mustersanierung wird gefördert

Die e5-Gemeinde Absdorf konnte ihr Vorhaben dank einer Aktion des Klima- und Energiefonds fördern lassen. Gefördert werden umfassende Sanierungsprojekte u.a. von öffentlichen Gebäuden. Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes, Steigerung der Energieeffizienz inkl. Abwärme und damit kombinierte Maßnahmen zur Anwendung erneuerbarer Energieträger. Die Förderhöhe beträgt maximal 40 %. Mehr Informationen zur Förderaktion "Mustersanierung" lesen Sie hier.

MK, RZ

Weitere Informationen

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