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10 Gemeinden erhalten NÖ Naturschutzpreis

Der Josef Schöffel-Förderungspreis wurde heuer an Gemeinden mit besonderen Verdiensten um den Schutz der heimischen Natur verliehen. 

naturschutzpreis

NÖ Gemeinden wurden für den Schutz unserer Naturschätze ausgezeichnet

Die Förderpreise gingen in diesem Jahr an zehn Gemeinden oder von Gemeinden getragenen Initiativen. Ausschlaggebend waren im Sinn des Namensgebers Josef Schöffel das persönliches Engagement und das ehrenamtliches Wirken. Der Namensträger des Preises war Journalist und wurde als Retter des Wienerwaldes berühmt. 

Fachjury wählte zehn Projekte aus

Die Auswahl der zehn besten Projekte und Initiativen erfolgte durch eine Fachjury unter dem Vorsitz von Bernd Lötsch. Vergeben wurden neun Geldpreise zu je 1.600 Euro sowie ein Sonderpreis „Gemeindeübergreifender Naturschutz“ zu 2.500 Euro. Mit dem Sonderpreis werden gemeindeübergreifende Naturschutzaktivitäten gewürdigt, die gemeinsam mit anderen Gemeinden oder Partnern auf (klein)regionaler Ebene Wirkung entfalten.

Schützen, was wir lieben

„Im Naturland Niederösterreich schützen wir, was wir lieben. So wurden in den letzten Jahren mehr als 200 Millionen Euro in Renaturierungsprojekte investiert, um die Naturschätze unserer Heimat zu schützen und den Flüssen wieder mehr Raum zu geben. Der NÖ Naturschutzpreis ist eine Wertschätzung für Gemeinden, die verlässliche Partner im Naturschutz sind. Wir möchten damit auch andere einladen, das Naturland Niederösterreich noch reicher und vielfältiger zu gestalten“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bei der feierlichen Überreichung der Preise im Museum Niederösterreich.

Gutes Zusammenwirken aller Partner

"In vielen Gemeinden werden großartige Naturschutzprojekte umgesetzt, die eine Auszeichnung verdient haben, von Projekten im Rahmen der Schutzgebietsbetreuung Niederösterreich bis hin zu Aktivitäten der Naturparke. Ihr Erfolg basiert auf dem guten Zusammenwirken von EntscheidungsträgerInnen, engagierten BürgerInnen, GrundeigentümerInnen und BewirtschafterInnen“, so Herbert Greisberger, Geschäftsführer der eNu.

Die Preisträger

Hollenstein/Ybbs - Leaderprojekt „Narzissen- und Orchideenwiesen im Ybbstal“

Unter Einbindung der lokalen Akteure wurden auf 45 hochwertigen Flächen vegetationskundliche Erhebungen durchgeführt und darauf aufbauend flächenbezogene Maßnahmenvorschläge für das aktuelle LEADER-Projekt formuliert.

Himberg - Natura 2000 in Himberg – "Schutzmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit“

Errichtung einer Brutwand, Vogelbeobachtungsstand, Blühwiesen-Anlage und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit durch Exkursionen und Facebook-Auftritt

Leitzersdorf - Leader Projekt „Naturschutz am Waschberg“

Durch mangelnde Bewirtschaftung entstand auf dem Waschberg eine Verbuschung. Es wurden mit dem Projekt neue Pflege-Maßnahmen gesetzt, die Kommunikation mit den örtlichen Landwirten ausgebaut und zusätzliche Infoabende und Exkursionen gestartet.

Naturpark Leiser Berge - „Wacholder Heide Leiser Berge“

Größte noch erhaltene Wacholderbestände in Österreich. Mit Pflegeeinsätzen zur Freistellung der Wacholder wird der Verbuschung entgegengetreten.

Naturpark Ötscher-Tormäuer - "Hochlagenobst"

Naturschutzprojekt der Gemeinden Annaberg, Mitterbach, Gaming und Puchenstuben. An 29 Standorten werden 452 Obstbäume kultiviert, sowie Schnitt- und Veredelungskurse und Obstpress-Tage im Naturpark veranstaltet.

Euratsfeld - „Naturvermittlung Doislau und Zauchbachtal“

Schutz der Heißlände-Flächen (Magerwiesen). In Schulen werden Projekte und Exkursionen durchgeführt.

Verein Lebensraum Land um Laa - "Mit der Schule zur Glaubersalzsteppe“

Durch ein Schulprojekt wurden den Schülerinnen und Schülern der Region Land um Laa die Schönheit und die Besonderheiten des Naturjuwels nähergebracht und auch die Schutzbedürftigkeit des Naturschutzgebietes thematisiert.

LEADER Region Elsbeere Wienerwald - "Ökologische Kleinwaldbewirtschaftung"

Wissensvermittlung an Waldbesitzer, die Wald geerbt oder angekauft haben, selbst aber keinen direkten Zugang mehr zur Landwirtschaft haben. Derzeit sind ca. 60 ha Projektwald in Betreuung. 25 Waldbesitzer erhalten kostenlose Know-How Vermittlung im Bereich ökologischer Waldbewirtschaftung, sodass nach Projektende die eigenständige Bewirtschaftung durchgeführt werden kann.

Rabensburg - „Auf unserer (Feucht-)Wiese gehet was“

Ziel des Projektes ist es das bedrohte Feuchtgebiet zu erhalten. Durch die Einbindung lokaler Naturschutzorganisationen, Fachexperten und Landwirte konnte die Gemeinde Rabensburg den Naturschutz in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

Sonderpreis für Netzwerk „Natur Region Thermenlinie-Wiener Becken“

Den mit 2.500 Euro dotierten NÖ Naturschutz-Sonderpreis erhielt das Netzwerk „Natur Region Thermenlinie-Wiener Becken“. Partnerschaftlich getragene Naturschutzaktivitäten seien besonders wirkungsvoll, weil sie auf breiter Unterstützung aufbauen würden und oftmals auch großräumiger umgesetzt werden können", so die Begründung der Jury. Beim Netzwerk „Natur Region Thermenlinie-Wiener Becken“ handelt sich um einen Zusammenschluss von 22 Gemeinden mit dem Ziel, ökologisch wertvolle Natur-Hotspots zu erhalten und wiederherzustellen, Trittstein-Flächen zu vernetzen, die Bevölkerung umfassend einzubinden und Naturbildung für alle Generationen zu ermöglichen.

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