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Wenn das Wasser knapp wird

Heiße Temeperaturen können Sommer zu Wassermangel führen. Um die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Wasser zu gewährleisten, kommen den Gemeinden und im besonderen den BürgermeisterInnen einige Rechte und Pflichten zu, die es zu beachten gilt.

Wasserglas
© Monika Kupka

Wertvolles Wasser sparen

Gemäß § 9 des NÖ Wasseranschlussgesetzes hat das Gemeindeoberhaupt bei akutem Wassermangel konkrete Anordnungen bzw. Maßnahmen zu erlassen: So können BürgermeisterInnen beispielsweise nicht unbedingt notwendige Wassernutzungen (z.B.: für Gartenbewässerung, Autowäsche oder Befüllung von Swimmingpools) aus der öffentlichen Wasserleitung verbieten.

Auch eine zeitlich befristete Sperre des öffentlichen Wassernetzes wäre möglich, wobei allerdings der im gesundheitlichen Interesse notwendige Wasserbedarf gewährleistet sein muss. Die Maßnahmen sind mittels Verlautbarung und Aushang an der Amtstafel kundzumachen, bei Gefahr in Verzug ist auch eine unmittelbare Anordnung möglich.

Wasser aus privaten Brunnen & Teiche

Gemäß § 71 des Wasserrechtsgesetzes ist die Bezirksverwaltungsbehörde befugt bei Feuergefahr oder bei dringender Abhilfe eines Wassermangels auf die zeitweise Benutzung von öffentlichen Gewässern und Privatgewässern zurückzugreifen.

So kann beispielsweise aus privaten Hausbrunnen oder Teichen Wasser entnommen und mit Tankfahrzeugen zu den AbnehmerInnen transportiert werden. Bei Gefahr in Verzug können derartige Verfügungen auch von BürgermeisterInnen, deren StellvertreterInnen oder den ermächtigten FeuerwehrkommandantInnen erlassen werden. Die EigentümerInnen des Wassers haben Anspruch auf Entschädigung (für erhebliche Schäden) durch jene Gemeinden zu deren Gunsten die vorübergehende Wassernutzung verfügt wurde.

Wasserversorgung durch Feuerwehr

Gemäß § 3 des NÖ Feuerwehrgesetzes gehört es zu den Aufgaben der Gemeinde bzw. der Feuerwehr die Notversorgung der Bevölkerung und öffentlicher Einrichtungen mit lebensnotwendigen Gütern zu gewährleisten. Dazu zählt auch die Versorung mit Trink- und Nutzwasser. Meist betrifft dies den Transport des Wassers mit den Tankfahrzeugen.

Als BürgermeisterIn ist es daher von Nöten, Kenntnis von den im Gemeindegebiet verfügbaren Wasserentnahmen, den Entnahmemengen der BedarfsträgerInnen sowie über den Personal-und Fahrzeugressourcenstand der Feuerwehren zu haben.

Trinkwasserversorgung

Nicht nur in quantitativer Form kann es zu Engpässen in der Trinkwasserversorgung kommen – auch in qualitativer. In Hitzeperioden ist es sinnvoll die Bevölkerung über den sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser zu informieren (zum Beispiel mittels Gemeindezeitungvorlage).

Wenn die Zulieferung von Wasser aus anderen Wasserversorgungsanlagen notwendig ist, müssen unbedingt alle hygienischen Anforderungen eingehalten werden. Eine selbstständige Einspeisung von Wässern aus privaten Haushalten ist lt. NÖ Wasserleitungsanschlussgesetz verboten.  Die Verwendung als Nutzwasser (z.B.: Garten gießen, usw.) allerdings ist erlaubt und sinnvoll.

Weitere Informationen und Tipps über Maßnahmen die Gemeinden vorbeugend setzen können um Wasserknappheit zu verhindern, erhalten Sie im Rahmen des Energie- & Umwelt-Gemeinde-Tag am 9. September in der Impulsgruppe Gemeinde.Gut.Wasser.

Letzte Aktualisierung: 11.10.2016