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Viertes „e“ für Energie-Pionier Großschönau

Im Rahmen des Landesprogrammes für energieeffiziente Gemeinden e5 erhielt der frischgebackene Klimaschutzpreisträger Großschönau das vierte von fünf möglichen „e“. Damit gehört die Gemeinde zu den energieeffizientesten Gemeinden Niederösterreichs und liegt nicht nur im nationalen, sondern auch internationalen Spitzenfeld.

Gruppenfoto (v.l.n.r.): GR Johannes Weigl, GR Martin Hackl, Bgm. Martin Bruckner mit Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Amtsleiterin GR Rosemarie Mayer, DI Monika Panek (Projektkoordinatorin e5, Energie- und Umweltagentur NÖ), GR Kurt Schauer (e5-Teamle
© Büro LR Pernkopf

Jedes „e“ zählt

e5 ist nicht nur ein Programm für Spitzengemeinden. Jedes ‚e‘ zählt! e5 eignet sich optimal für alle Gemeinden, um langfristige Strukturen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz aufzubauen. Die Gemeinden werden schrittweise energieunabhängig und sparen gleichzeitig bei den Gemeindeausgaben.

Gruppenfoto (v.l.n.r.): GR Johannes Weigl, GR Martin Hackl, Bgm. Martin Bruckner mit Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Amtsleiterin GR Rosemarie Mayer, DIin Monika Panek (Projektkoordinatorin e5, Energie- und Umweltagentur NÖ), GR Kurt Schauer (e5-Teamleiter in Großschönau)

Energie-Pionier Großschönau

In Großschönau spielen Energie, Klima und Zukunftsvorsorge seit mehr als 20 Jahren eine bedeutende Rolle in der Gemeindepolitik. 1986 wurde die erste österreichische Bioenergiemesse, die BIOEM ins Leben gerufen, die auch heute noch etwa 20.000 Menschen jährlich besuchen. Ein Biomasse-Heizwerk, das in den neunziger Jahren errichtet wurde, versorgt nicht nur alle Gemeindegebäude, sondern auch zwei Drittel aller Großschönauer Haushalte mit regionaler, umweltfreundlicher Wärme.

Ein zukunftsweisendes Projekt im Bereich der Gebäudetechnik wurde durch das erste europäische Passivhausdorf zum Probewohnen im Jahr 2007 realisiert. Vier Jahre später nahm das Forschungs- und Kompetenzzentrum für Bauen und Energie den Betrieb auf und 2013 konnte die Energie-Erlebnisausstellung „Sonnenwelt“ eröffnet werden. Alle Gebäude sind als Passivhäuser ausgeführt, Kompetenzzentrum und Sonnenwelt erzeugen sogar mehr Energie, als für ihren Betrieb benötigt wird.

Um die Bevölkerung für Energiefragen zu sensibilisieren, wurde eine umfassende Energiedatenerhebung in der Gemeinde durchgeführt, an der rund 70 Prozent der BürgerInnen teilnahmen. Großschönau kennt nun seinen Energieverbrauch und setzt mit gezielten Aktionen, Veranstaltungen oder Gemeindeförderungen Anreize zum Energiesparen und zur Nutzung erneuerbarer Energie.

Derzeit arbeitet die Gemeinde federführend an dem Leitbild der Klima- und Energiemodellregion Lainsitztal und Umgebung, und strebt mit dem Slogan „Übermorgen selbst versorgen“ die energetische Unabhängigkeit der Region an. In diesem Zusammenhang wurde auch die Nahversorgerbörse „Einkaufen in der Gemeinde“ entwickelt. Für die Zukunft soll das, im ländlichen Raum schwierige Thema der nachhaltigen Mobilität schwerpunktmäßig behandelt werden.

Mehr Informationen zur Gemeinde und eine detaillierte Projektbeschreibung finden Interessierte unter www.umweltgemeinde.at/e5