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PR & Bewusstseinsbildung

SONNENWELT Großschönau

In Großschönau wurde auf 2.000 m2 Fläche eine Ausstellung zum Thema "Leben mit der Kraft der Sonne vom Nomadentum bis in die Zukunft" ins Leben gerufen und zieht jährlich ca. 25.000 BesucherInnen an.

SONNENWELT Großschönau
© Sonnenwelt Großschönau / Mag. Verena Prinz

Projektinhalt und Ziele

Der Sonnenplatz Großschönau beherbergt seit Mai 2013 Europas einzigartige Erlebnisausstellung SONNENWELT. Dieses Ausflugsziel internationalen Formats bietet Klimaschutz und Menschheitsgeschichte zum Mitmachen für Jung und Alt.
In der SONNENWELT dreht sich alles um die Sonne als Licht- und Energiespender, um den Schutz der Erde und den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen. Die Weisheit alter Kulturen verbindet sich mit der Technik der Zukunft. Die SONNENWELT erlaubt es Besuchern sich spielerisch auf die Spur der Menschheitsgeschichte zu machen, mit eigener Körperkraft Energie zu erzeugen und Wissen von Jahrtausenden zu entdecken und zu begreifen.

Die SONNENWELT bietet Spiel, Spaß und Spannung für Besucher jeden Alters. Eine multimediale Ausstellung zum Thema Leben mit der Kraft der Sonne vom Nomadentum bis in die Zukunft. Auf 2.000 m2 findet sich ein packender Parcours: von den Nomadenzelten und der Sesshaftwerdung über die ausgeklügelten Techniken der alten Ägypter und Römer bis hin zur Gegenwart und Zukunft und eine Vielfalt an spannend aufbereiteten Themen wie Klimaschutz, Erdgeschichte, und kniffligen Spielen, die Jung und Alt fesseln! Angreifen und ausprobieren ist in der SONNENWELT bei zahlreichen Spielstationen ausdrücklich erwünscht!

Der Rundgang durch 12 verschiedene Zeitzonen bietet für jeden das Richtige: egal ob Geschichte oder Technik, Kultur oder Abenteuer. Dass Energie jeden betrifft, zeigt auch die aktuelle Sonderausstellung zum Thema „Der hungrige Planet“ auf. Großformatige Fotos aus verschiedenen Ländern veranschaulichen die Nahrungsmenge die eine Familie in einer Woche zur Verfügung hat. Die SONNENWELT ist in Deutsch, Englisch und Tschechisch gestaltet.

Das Forschungs- und Kompetenzzentrum für Bauen und Energie sowie die angeschlossene Ausstellungshalle, die die SONNENWELT beherbergt, wurden in Passivhausqualität geplant und errichtet. Auf den Gebäuden wurden Photovoltaik-Anlagen installiert. Die gesamte Anlage hat eine Leistung von 82 kWp, wodurch die Gebäude den Energieplus-Standard erfüllen.

Folgende Zielsetzungen waren und sind mit der Umsetzung der SONNENWELT verbunden:

  • Durch die Erlebnisausstellung SONNENWELT sollen möglichst viele Menschen unterschiedlicher Altersgruppen angesprochen und für den Klimaschutz sowie für notwendige Maßnahmen wie Ressourcenschonung, Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energie begeistert werden. Weiters steht für die Verantwortlichen Bewusstseinsbildung und Motivation für die genannten Themen zu schaffen und dabei die Region und das Nachbarland Tschechien einzubinden im Vordergurnd. Wissensvermittlung durch einfache und spielerische Methoden ist eine Grundanforderung an das Projekt SONNENWELT.
  • Zusammenhänge zwischen dem eigenen Tun und den Veränderungen unserer Umwelt solen verständlich vermittelt werden und Lust auf verantwortungsbewusstes Handeln in Zukunft gemacht werden. Die Ausstellung SONNENWELT ist einerseits bewusstseinsbildend und informativ und andererseits motivierend und einladend, selbst aktiv zu werden. Schließlich geht es darum, selbst zu erkennen, was jeder und jede Einzelne zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen kann.
  • Die Inhalte der SONNENWELT sollen als Standard in die Ausgestaltung von Schulunterricht und damit in der Bewusstseinsbildung bei LehrerInnen und SchülerInnen verankert werden, sowie Familien und fachlich Interessierten umfangreiche Informationen zum Klimaschutz geben und Lust zum Nutzen eigener Gestaltungsmöglichkeiten entwickeln.

Motivationsfaktoren

Es gibt viele Gründe, warum wir Menschen in höher entwickelten Ländern immer mehr Energie und Ressourcen verbrauchen. Allgemeines Streben nach immer Größerem, Höherem, verbunden mit Bequemlichkeit und Leistbarkeit sind nur einige davon. Die scheinbare Gleichgültigkeit der Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Konsumenten in Bezug auf die Schöpfungsverantwortung im Ressourcenverbrauch hat die Verantwortlichen veranlasst, sich intensiv damit zu beschäftigen, wie eine breit angelegte Bewusstseinsbildung für den Klimaschutz bzw. gegen Ressourcenverschwendung gestaltet werden kann.
Großschönau ist seit den frühen 80er Jahren ein Ort für visionäre nachhaltige Entwicklungen. So wurde 1982 die erste automatische Biomassefeuerung in einem öffentlichen Gebäude in Niederösterreich eingebaut, 1986 die erste österreichische Umweltmesse – die BIOEM – veranstaltet und 2004 erfolgte die Gründung der Sonnenplatz Großschönau GmbH mit dem Schwerpunkt „Hausbau der Zukunft“. Daraus entwickelte sich das "1. Europäische Passivhausdorf zum Probewohnen®", welches 2007 eröffnet wurde. Parallel dazu wurde 2004 von regionalen Akteuren der gemeinnützige Verein Sonnenplatz Großschönau gegründet. Vision des Vereins ist es, ressourcenschonendes Bauen, Wohnen und Leben rascher zu verbreiten. 2009 sind fünf Regionsgemeinden dem Verein Sonnenplatz Großschönau beigetreten, haben insgesamt € 130.000,00 Euro Beitrittsgebühren in den Verein eingebracht und damit die Bedeutung der Initiative für die Region eindrucksvoll bekundet. 2010 ist es gelungen, unter dem Arbeitstitel „Übermorgen selbst versorgen“ die gesamte Region zusammenzuschließen. Im November 2011 erfolgte die Eröffnung des Forschungs- und Kompetenzzentrums für Bauen und Energie. Als weiteres regionales Highlight kann die Klima- und Energie-Modellregion Lainsitztal bezeichnet werden. Zur weiteren Umsetzung der Vision wurde ein Konzept für eine Energieerlebnisausstellung – die  SONNENWELT – entwickelt, da so die breite Masse für die Themen Klimaschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz sensibilisiert werden kann.

Projektablauf

Die neue Erlebnisausstellung SONNENWELT ist das Leuchtturmprojekt der Region. Die fachlich fundierte, attraktive und begeisternde Ausstellung SONNENWELT wurde am 3. Mai 2013 durch Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf im Beisein von etwa 500 Ehrengästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eröffnet. Die Ausstellung ist als Dauerausstellung konzipiert und ganzjährig geöffnet.
Aufbauend auf den Erfahrungen, generiert durch den Besuch zahlreicher Energie- und Klimawelten, technischer Museen und Erlebniswelten quer durch Europa und vielen Gesprächen mit Experten wie auch Laien, wurde durch den Verein Sonnenplatz Großschönau ein Grobkonzept für eine „Energieerlebniswelt“ entwickelt, welches eine Innovation darstellt. So ist die Ausstellung nicht nur thematisch einzigartig und innovativ, sondern es wurde im Vorfeld auch untersucht, welche Art der Informationsvermittlung die Besucher besonders begeistert und anspricht. Dabei war ein wesentliches Ziel, dass es keine Wiederholung bereits vorhandener Ausstellungsinhalte gibt und andererseits gilt es, die Begeisterungsmöglichkeiten für jeden Besucher von 3 bis 99 Jahren voll auszuschöpfen.
Die Projektentwicklung wurde durch ein Expertenteam, aufbauend auf dem mittlerweile erstellten Grobkonzept und in Zusammenarbeit mit dem Projektbetreiber OSR Josef Bruckner, professionell und im internationalen Format umgesetzt. Als Kuratoren wurden Architekturwissenschaftler (von der TU Wien) und Museumspädagogen (Rapp&Wimberger) ausgewählt und engagiert. Die Ausstellung selbst wurde von erfahrenen Ausstellungsarchitekten (planet Architekten), Museumspädagogen und Ausstellungsgrafikern (Lena Panzlau) geplant.
Die Errichtung der Ausstellung erfolgte großteils durch eigene MitarbeiterInnen, Eigenleistungen von Vereinsmitgliedern, sowie regionalen Professionisten. Zahlreiche interaktive Spiel- und Forschungsstationen sowie Licht-, Film- und Medientechnik wurden gemeinsam mit den Kuratoren erarbeitet, die Umsetzung erfolgte durch Spezialisten im jeweiligen Fachgebiet.

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten

Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. € 3 Mio.

Die SONNENWELT, die Ausstellung selbst, wurde durch die Europäische Union aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Die nationale Kofinanzierung erfolgte durch Bund und Land NÖ, sowie durch Eigenleistungen von Vereinsmitgliedern und Spenden. Das Gebäude, in dem die ca. 2.000m² große Ausstellung untergebracht ist, wurde als Energieplushaus errichtet und aus Mitteln des Klima- und Energiefonds, der Regionsgemeinden und der Bauwirtschaft, sowie mit Eigenmitteln und durch Eigenleistungen des Vereins Sonnenplatz Großschönau finanziert.

Quantifizierbare Ergebnisse

25.000 Gäste werden jährlich durch die SONNENWELT angezogen.

Nachhaltige Perspektiven

Die Ausstellung soll möglichst viele Menschen für Klima- und Ressourcenschutz zugängig machen und so einen wesentlichen Beitrag zur Änderung des derzeitig tendenziell verschwenderischen Lebensstandard hin zu einem klima- und ressourcenschonenden Lebensstil leisten. Nur durch die Änderung des Lebensstils kann den nahenden Systemgrenzen unserer derzeitigen Wohlstandsgesellschaft entsprochen werden. Ausstellungsinhalt und Ausstellungsgebäude ergänzen sich sehr gut, da am Gebäude, einem Passivhaus mit Plusenergieausstattung, bereits mehr Energie erzeugt als im Haus verbraucht wird.

Weiterführende Informationen und Kontakt

Verein Sonnenplatz Großschönau
Sonnenplatz 1
3922 Großschönau
Tel. +43 (0)2815 772 70
office@sonnenwelt.at

SONNENWELT Großschönau
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 16 Uhr