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Energiebuchhaltung

Reduktion von Zählern ist kein Allheilmittel

Historisch existieren in Gemeindegebäuden viele Zählstellen für Stromanwendungen. Etwaige Zusammenlegungen können Kosteneinsparungen bewirken. Allerdings gilt es diese Schritte gut zu überlegen. Landesenergieberater Ing. Anton Pasteiner zeigt Pro und Contras von Zusammenlegungen auf.

In Niederösterreichs Gemeindegebäuden extistieren häufig Zählstellen für Stromanwendungen, wo fallweise kein oder nur wenig Verbrauch gemessen wird. Wenn Zähler wirklich unnötig bestehen soll natürlich im Interesse von Kosteneinsparung geprüft werden, ob ein Zusammenschluss mit einer anderen Zählstelle vorteilhaft ist.

Es ergibt sich anderseits leider öfters das Problem, dass im Sinne einer Vereinfachung der Energiebuchhaltung die Demontage von Zählern gefordert wird.

Landesenergieberater Ing. Anton Pasteiner gibt diesbezüglich folgende Empfehlungen ab:

  • Über die Jahres-Stromrechnungen sind die einzelnen Verbrauchsstellen nachvollziehbar.
  • Eine gute Übersicht bietet z.B. der EVN-Energiebericht über den jetzt schon viele Informationen bereitgestellt werden. Weitere Verbesserungen werden angestrebt zu erwirken. Vor allem die Monatswerte von elektronischen Stromzählern wären eine wichtige Information im Energiebericht und unbedingt als Erläuterung in der jeweiligen Stromrechnung zu verankern.
  • Das richtige Lesen und interpretieren der Stromrechnungen ist essentiell, um richtige Entscheidungen treffen zu können.
  • Separate Zähleinrichtungen sind für korrekte Zuordnungen von Verbrauchsstellen vielfach erforderlich.
  • Das Abmontieren von Zählern verursacht für eine eventuell später wieder erforderliche Aktivierung wichtige Formalfragen. Nach 10 Jahren verfällt die Zählstelle und es wäre dann wie ein Neuanschluss zu handhaben, womit wiederum hohe Kosten verbunden wären.
  • Oft wird übersehen, dass separate Zähler auch deswegen eingesetzt wurden, um beispielsweise Wärmeanwendungen (z.B. Beheizung von Warmwasserspeichern, Schulküchen usw.) aus der gemessenen Leistung von Mehrtarifzählern heraus zu halten.
    Dazu ein Beispiel: Ein Warmwasserspeicher mit 3 kW Elektro-Heizeinsatz bewirkt vielleicht einen Messpreis von etwa 35 Euro pro Jahr, wenn er separat auf Normaltarif gezählt wird. Läuft dieser Verbrauch über einen Mehrtarifzähler mit dem für Gemeinden typischen Tarif von Universal-Float so kommen knapp 100 Euro inkl. USt zusätzlich zur Verrechnung, wenn die jeweilige Monats-Höchstleistung (der höchste 1/4-Stunden-Leistungswert) um diese 3 kW dadurch erhöht wird.
  • Die Leistung für Geräte-Zuschaltung und Betriebszeiten wird im Rahmen der Energiebuchhaltung zumeist als unnötige und lästige Zusatzfrage gesehen. In Hinblick auf die vorbeschriebenen Fragen sollte darauf trotzdem eingegangen werden. Landesenergieberater Ing. Anton Pasteiner stellt eine perfekte Auflistung (Rechnungsdetails) eines kleinen Energieversorgers zur Verfügung, welche die jeweiligen Monatswerte für Hochtarif- und Niedertarif sauber anführt und auch die höchste Monatsleistung angibt. Das könnte beispielsweise bei etwaigen Veranstaltungen mit hohem Leistungsbedarf zu einem Verrechnungsthema zwischen Gemeinde und Veranstaltern führen. Ein weiteres Beispiel zur Verfügung gestellt von EB Bernhard Hölblinger, Bakk.techn. zeigt auf dass bei Festen teils eine enorme Leistungsaufnahmen (im genannten Beispiel über 30 kW) stattfinden.
  • Ordentliche Rechnungs-Trennungen können auch eigene Zählstellen bewirken. Das wäre beispielsweise das Ganglicht in gemischt genutzten Objekten. Dabei kann es tatsächlich passieren, dass der Messpreis den Strompreis übersteigt, jedoch für Betriebskosten-Abrechnung ist die getrennte Zählung wichtig.

Weiterführende Informationen und Beratung

Landesenergieberater NÖ Gebietsbauamt III - St. Pölten
Ing. Anton Pasteiner
Mobil +43 (0) 676 812 453 50
anton.pasteiner@noel.gv.at

Musterrechnung eines kleinen Energieversorgers mit Detailinformationen

Beispiel: Hohe Leistungsaufnahme bei FF-Fest

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