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News

Energie- & Umwelt-Gemeindetag 2017

Unter dem Motto „Wir sind 100 % - Motivation und Innovation als blau-gelbe Erfolgsfaktoren“ fand am 8. September Niederösterreichs größter kommunaler Fachtag statt. Über 450 GemeindevertreterInnen waren mit dabei.

Energie- und Umwelt-Gemeindetag 2017
© NLK Burchhart

Seit 2015 kann Niederösterreich den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien decken. „Niederösterreich ist eine Vorzeigeregion. Wir sind uns aber bewusst, dass wir dazu als Allianzpartner die Gemeinden brauchen, damit die Innovationen auch Verwendung finden. Mittlerweile wurden in den Gemeinden 900 Projekte verwirklicht und an die 100 Millionen Euro an Investitionen getätigt", betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Die Abdeckung von 100 % des Strombedarfs mit erneuerbaren Energien macht Niederösterreich zur glaubwürdigen Stimme gegen die Atomkraft in Europa. „Die Gemeinden sind wichtige Partner im Kampf gegen die Atomkraft. Bei unserer Unterschriftenaktion gegen ein grenznahes Atommüll-Endlager haben uns schon mehr als 30.000 Menschen unterstützt“, erklärte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. „Die beste Antwort auf die Bedrohungen der Atomkraft ist der Ausbau der erneuerbaren Energien, wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Die Gemeinden zeigen das engagiert vor und auch im e-Mobilitätsbereich tut sich unglaublich viel!“, erinnert er u.a. an die erfolgreiche Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen, die mittlerweile die Strecke von St. Pölten bis zum Nordkap umfasst.

Ausbau der Erneuerbaren steht im Fokus

Als einer der Gastreferenten am „Energie- und Umwelt-Gemeindetag“ öffnete Blind Climber Andy Holzer den Sehenden die Augen: „Man darf nur nicht nach unten schauen, so mach ich’s auch immer. Motivation und Fokussierung auf ein Ziel sind essentiell! Das gilt beim Bergsteigen ebenso wie bei der Erreichung von Umwelt- und Energiezielen.“ Dem blinden  Profibergsteiger und Extremsportler gelang im Mai dieses Jahres die erste "blinde" Besteigung des Mount Everest über dessen Nordroute, was ihn zum ersten blinden Europäer macht, der die „Seven Summits“ – die höchsten Berge aller Kontinente – bezwungen hat. Markus Kreisel, zweiter Gastreferent, Gründer und Geschäftsführer der Kreisel Electric GmbH, ergänzte: „Die Mobilität der Zukunft ist elektrisch und bringt große Chancen für neue Industrien. Sie sorgt für eine größere, nachhaltigere und vor allem regionale Wertschöpfung.“

188 Energiebuchhaltungs-Vorbildgemeinden ausgezeichnet

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der e-Mobilität ist die Steigerung der Energieeffizienz entscheidend für eine nachhaltige Zukunft. Dafür hat das Land NÖ rechtzeitig die Weichen gestellt und vor fünf Jahren ein eigenes Energieeffizienzgesetz verabschiedet, dass die Bestellung eines eigenen Energiebeauftragten in jeder Gemeinde vorsieht. Im Rahmen des Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tages konnten 188 Gemeinden als Energiebuchhaltungs-Vorbildgemeinden ausgezeichnet werden. „Von den über 400 Gemeinden, die in Niederösterreich bereits einen Gemeinde-Energiebericht erstellt haben, führen die 188 Energiebuchhaltungs-Vorbildgemeinden eine monatliche Energiebuchhaltung, die es ermöglicht Benchmarks zu erstellen, um so aufzuzeigen wo im Vergleich zu anderen Gemeindegebäuden in Niederösterreich Optimierungspotenziale liegen.“ freut sich Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Energie- & Umwelt-Gemeindetag zum Nachlesen

Programm zum Energie- & Umwelt-Gemeindetag 2017

Den Sehenden die Augen öffnen – Motivation und Visionen eines Gipfelstürmers - Andy Holzer, Blind Climber

e-Mobilität als Innovationsmotor: Wie die Kreisel-Brüder die Welt erobern - Markus Kreisel, Gründer und Geschäftsführer von Kreisel Electric

Impulsgruppen

Viele weitere Beispiele und Möglichkeiten, wie GemeindevertreterInnen konkret in ihrem Wirkungsbereich für eine energieeffiziente und nachhaltige Zukunft arbeiten können, wurde nach den Referaten in 5 Impulsgruppen aufgezeigt:

Impuls 1: Kommunale Gebäude der Zukunft

Zusammenfassung der Impulsgruppe 1

Manfred Sonnleithner, MSc – eNu: Worauf es bei Sanierung / Neubau jetzt ankommt!

Karl Dorninger - Amt der NÖ Landesregierung, LAD3: Karl Landsteiner Universität, Haus der Zukunft für 600 Studierende

UGR Bernhard Wagner – Amstetten: Volksschule und KIGA für das 21. Jahrhundert

Impuls 2: Klimawandelanpassung: Vorsorge ist die halbe Miete

Zusammenfassung der Impulsgruppe 2

Manfred Bürstmayr - eNu und Raphaela Böswarth - Land NÖ, RU3: Sturm, Hitze, Dürre: Handlungsmöglichkeiten für Gemeinden

Edgar Blumauer und Christian Steiner - NÖ Agrarbezirksbehörde: Flurplanung – ein Planungsinstrument für Gemeinden in Niederösterreich

Stadtgartendirektor DI Gerhard Weber - Baden: Praxisbeispiel aus der Stadtgemeinde Baden

VBgm. Christian Balon, MSc – Mistelbach: Praxisbeispiel aus der Stadgemeinede Mistelbach

Impuls 3: Wie geht’s weiter in der e-Mobilität? Ladeinfrastruktur, Stromspeicherung

Zusammenfassung der Impulsgruppe 3

Matthias Komarek – eNu: Chancen und Herausforderungen am Beispiel e-Carsharing und e-Zusatzfahrtendienst

DI (FH) Jürgen Sonnleitner, MSc - Kreisel Electric: Lithium das neue Gold? Batterietechnologie in der e-Mobility

Philip Pascal Kalomiris, MA - Kalomiris Consulting: Die wichtigsten Does and Don'ts bei der Errichtung kommunaler e-Ladeinfrastruktur

Impuls 4: Innovationen in der kommunalen Beschaffung

Zusammenfassung der Impulsgruppe 4

Impuls 5: Mehr Naturschutz in der Gemeinde für mehr Lebensqualität der BürgerInnen

Zusammenfassung der Impulsgruppe 5

Angelika Schöbinger, MSc – Umweltdachverband: Naturschutz auf kommunaler Ebene: Herausforderungen, Chancen & wegweisende Beispiele

DI Thomas Holzer - naturschutzakademie.at: Werkzeuge für die kommunale Naturschutzarbeit: Von der Theorie zur Praxis & Tipps für das nächste Naturschutzprojekt

Eindrücke vom Tag 

Weiterführende Informationen

Umwelt-Gemeinde-Service der eNu
Tel. 02742 22 14 44
gemeindeservice@enu.at