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Bauen & Sanieren

Neuer Kindergarten in Amstetten im klimaaktiv Hausstandard

Im Stadteil Eggersdorf in Amstetten wurde ein neuer Kindergarten unter Einhaltung der 2010+ klimaaktiv Kriterien für drei Kindergruppen errichtet. Zusätzlich wurde eine PV-Anlage am Dach im Ausmaß von 60 minstalliert.

Projektinhalt und Ziele

Die Kinderbetreuung im Kindergarten Eggendorf wird primär halbtags (Vormittags) angeboten, sodass die Gruppenräume nach Süd-Osten ausgerichtet wurden und somit eine optimale Besonnung während der Nutzungszeit garantiert ist.
Zusätzlich wurden Funktionsräume und ein Eingangsbereich konzipiert. Zwischen den Gruppenräumlichkeiten und den Funktionsräumen entsteht ein Zwischenraum, der sich nördlich zu einem Bewegungsraum öffnet. Schiebewände ermöglichen es zudem die Bewegungsräume zur Gänze bzw. teilweise dem mittleren Gemeinschaftsraum zu öffnen.
Zusätzlich wurden beim Kindergartenbau zwei eingeschnittene Terrassen berücksichtigt (im Süden und im Norden). Als Highlight kann im Eingangsbereich ein nach Süden geneigtes, semitransparentes Photovoltaikdach im Ausmaß von 60 m2 genannt werden. Die Effektivität der PV-Anlage ist aufgrund der idealen Orientierung, aber auch wegen der guten Belüftung, besonders hoch.
Außenliegende Jalousien sowie automatische Klappen sorgen für den optimalen Überhitzungsschutz im Sommer.

Zentrales Ziel des Neubaus war die Schaffung eines Kindergartens, der den Ansprüchen von drei Kindergruppen entspricht und gleichzeitig die Möglichkeit offen hält den Kindergarten um eine vierte Gruppe zu erweitern. Darüber hinaus sollte auch der Foyer- bzw. Gangbereich so großzügig gestaltet werden, dass diese Flächen nicht nur als reine Verkehrsflächen, sondern auch als Aufenthalts- und Spielflächen von den Kindern genutzt werden können.

Motivationsfaktoren

Das alte Kindergartengebäude war nach 30-jähriger Nutzung nicht mehr wirtschaftlich sanierbar. Außerdem sollten gleichzeitig bei der Errichtung des Neubaus die 2010+ klimaaktiv Kriterien der Stadtgemeinde Amstetten erfüllt werden. Dies sind ökologische Kriterien, wie z.B. die Verwendung umweltfreundlicher, unbedenklicher Baustoffe, die Errichtung einer Photovoltaikanlage, eine kontrollierte Wohnraumlüftung, ein Fernwärmeanschluß, ein begrüntes Flachdach, Barrierefreiheit usw. Dies wäre bei einer Sanierung nicht möglich gewesen.

Projektablauf

Im Jahr 2005 wurde zu einem Architektur-Wettbewerb geladen. Aus acht TeilnehmerInnen ging nach einer Jurysitzung im Dezember 2005 das Projekt von Architekt DI Georg Reinberg siegreich hervor. Dieser wurde mit der Planung beauftragt und die Errichtung des Projektes wurde an die gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Amstetten "Die Siedlung" übertragen. Der Baubeginn fand im April 2007 statt und die Fertigstellung im Mai 2008.

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten

Gesamtbaukosten lt. "Die Siedlung": € 1.566.796,23
Förderung: Sockelbeihilfe € 174.000,00
Annuitätenzuschuss: € 10.215,54 auf 15 Jahre
Die Stadtgemeinde ist nur Mieter, die Förderungen erhält ebenso "Die Siedlung".

Projekterfolge

Auszeichnung mit dem klimaaktiv Gebäude Silber

Quantifzierbare Ergebnisse

Der Heizwärmebedarf (HWB) berechnet nach Wohngebäude OIB beläuft sich auf 23,8 kWh/m2a.

Nachhaltige Perspektiven

Das Konzept ist auch in anderen Gemeinden umsetzbar.

Weiterführende Informationen und Kontakt

Stadtgemeinde Amstetten
Rathausstraße 1A
Abt.III/3-Kommunale Bauten
3300 Amstetten

Ing. Anton Geirhofer
Tel. +43 (0)7472 601 259
a.geirhofer@amstetten.at

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