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Wasser

Nachhaltiger Hochwasserschutz Tattendorf

2010 wurde in der Gemeinde Tattendorf ein ökologischer Hochwasserschutz fertig gestellt, der zukünftig die Überflutung des Ortes verhindern soll.

Nachhaltiger Hochwasserschutz Tattendorf
© Gemeinde Tattendorf

Projektinhalt und Ziele

In den letzten 13 Jahren wurde Tattendorf immer wieder von schweren Hochwässern heimgesucht. Um dem Problem in den Griff zu bekommen, kam für die Gemeinde nur ein ökologischer Hochwasserschutz in Frage. Alte Überschwemmungsflächen wurden durch Geländeabsenkungen oder -anhebungen wieder aktiviert (auch die trocken gefallenen Triesting-Auen wurden miteinbezogen), sodass das Wasser im Katastrophenfall nicht den Ort überflutet. Größte Herausforderung bei dem Projekt war es, die Bevölkerung, vor allem die GrundbesitzerInnen, von dem Vorhaben zu überzeugen. Das Projekt wurde 2010 fertiggestellt.

Vordergründiges Ziel war die Herstellung eines umfassenden Hochwasserschutzes bei gleichzeitger Berücksichtigung umweltrelevanter Faktoren.

Motivationsfaktoren

Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu verbessern war wesentlicher Motivationsfaktor. Nicht zuletzt ergab eine BürgerInnenbefragung im Jahr 2004, dass der Schutz vor dem Hochwasser mit großem Abstand das größtes Anliegen der Tattendorfer Bevölkerung ist.

Projektablauf

In einem ersten Schritt wurden Bürgerversammlungen abgehalten, bei denen Sorgen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge der betroffenen Bevölkerung gesammelt wurden. Auf dieser Grundlage fanden Beratungsgespräche mit Experten statt. Danach erfolgte eine Abklärung der gesetzlichen Vorgaben im Hinblick auf Wasserrecht, Förderungen von Bund und Land sowie auf ökologische Grundsätze.

In einem weiteren Schritt wurde ein geeignetes Ziviltechnikbüro mit der Entwicklung einer Projektplanung betraut. Nach Einbindung der Bevölkerung, Sachverständiger und Vertreter der zuständigen Behörden wurden die Plangrundlagen überarbeitet. Daraufhin begannen Gesprächsrunden mit den GrundeigentümerInnen, der für die Projektumsetzung erforderlichen Flächen, gefolgt von ersten Behördenverhandlungen. In der nächsten Phase standen weitere Gesprächsrunden mit den landwirtschaftlichen GrundeigentümerInnen an. Letzlich endete die Behördenverhandlung mit dem positiven Bescheid. Nach Bescheideinsprüchen wurden weitere Gesprächsrunden anberaumt. Nach letzlicher Einigung wurde mit dem Bau begonnen, welcher nach einer Bauzeit von zwei Jahren fertiggestellt werden konnte.

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten

Insgesamt beliefen sich die Gesamtkosten auf € 930.000,-.

Projekterfolge

Als zentrale Projekterfolge können folgende Punkte genannt werden:

  • die erforderlichen Zustimmungen von 78 GrundeigentümerInnen
  • die Zustimmung der Wasserrechtsbehörde und die Zustimmung der Förderwürdigkeit
  • vor allem aber die Zustimmung der Naturschutzbehörde und die nach dem Wiederbewuchs kaum mehr wahrnehmbaren Eingriffe in die Natur

Quantifzierbare Ergebnisse

Das Projekt ging beim Neptun Wasserpreis 2011 als Siegerprojekt in der Kategorie Wasserschutz hervor.

Nachhaltige Perspektiven

Neben dem Schutz der Bevölkerung kann als nachhaltige Perspektive die bessere Dotation der Triesting-Au sowie der Schutz des Triestingflusses erwähnt werden.

Weiterführende Informationen und Kontakt

Gemeinde Tattendorf
Hauptplatz 2
2523 Tattendorf

Bürgermeister Dipl.Päd. Dietrich Reinfrank
Tel. +43 (0)650 696 96 90
buergermeister@tattendorf.at

Neptun Wasserpreis 2011