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Gemeindeentwicklung

e5-Gemeinde Baden mit 4 e's ausgezeichnet

Im Rahmen des e5 Prozesses wurden Energie- und Klimaschutzprojekte in der Stadt Baden umgesetzt.  Im November 2014 erfolgte eine Rezeritifizierung, bei der die Stadtgemeinde Baden das 4. e und einen Umsetzungsgrad von 68 % erreichte.

Hauptplatz der e5 Stadtgemeinde Baden
© G. Koch

Projektinhalt und Ziele

Der Fortschritt der Projekte in den Bereichen Gemeindeentwicklung, gemeindeeigene Gebäude und Anlagen, Mobilität und Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern und für verschiedene Zielgruppen wird laufend nach internationalen Qualitätskriterien evaluiert. Gleichzeitig werden Strukturen in der Gemeinde aufgebaut, die eine erfolgreiche Energiepolitik ermöglichen. Projektziel ist die Erhöhung des Anteils an erneuerbarer Energie und Energieeffizienz in der Gemeinde.

Motivationsfaktoren

Durch die laufende Evaluierung werden Erfolge sichtbar und messbar. Die Gemeinde kann sich mit anderen e5-Gemeinden in Europa vergleichen und austauschen. Die aufgezeigten Schwachstellen werden in einem kontinuierlichen gemeinsamen Prozess verbessert.

Projektablauf - Umsetzungsschritte

2011: Beitritt zu e5 und Startphase mit Ist-Zustandsanalyse und Jahresplanung
2012: Erstzertifizierung der Gemeinden mit einem Umsetzungsgrad von 56 % (Auszeichnung mit 3 e's)
2014: Rezertifizierung der Gemeinde mit einem Umsetzungsgrad von 68% (Auszeichnung mit 4 e's)

Angaben bzw. Abschätzung der Kosten

Der jährliche e5-Beitrag beläuft sich in Baden auf € 6.700,- (indexiert) und ist generell nach Größe der Gemeinde gestaffelt.
Das jährliche Budget für Energie- und Klimaschutz im Gemeindebudget betrug 2013 € 150.000,-.
Zusätzliches Budget für Umsetzungsprojekte wurde in der ausgelagerten Immobilien Baden GmbH (100 % Tochter der Stadtgemeinde) aufgestellt.

Projekterfolge

Ein Energie-und Klimareferat in der Stadtverwaltung für die Umsetzung der Energie- und Klimaschutzziele der Stadtgemeinde Baden wurde geschaffen.
Zahlreiche Aktivitäten als e5-Gemeinde, Klimamodellregion Baden, Klimabündnisgemeinde und Fairtrade Gemeinde wurden durchgeführt. Veranstaltungen mit Betrieben, Schulen, Kindergärten und der breiten Bevölkerung zu Klimaschutz- und Energiethemen wurden durchgeführt und Energieberatungen und Energieförderungen für Bürgerinnen und Gewerbetreibende abgehalten. Zu den wesentlichsten Projekten zählten:

  • Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung: Veranstaltungen wie der jährliche Tag der Sonne, Teilnahme am autofreien Tag und Aktionen in der Mobilitätswoche, regelmäßige Presseaussendungen, Energie-Seiten in der Stadtzeitung "baden.at"
  • Aktionen wie z.B. die Eisblockwette 2013 und die Klimafilmtage, die überregionale Ausstrahlung haben
  • Energieschwerpunkt mit zahlreichen Schulen (auch im Rahmen der Klimamodellregion Baden)
  • Energiesparprojekt in der Stadtverwaltung mit Einbezug der MitarbeiterInnen
  • Kindergarten-Passivhaus-Programm: 3 Neubauten in Passivhausqualität, 2 mit Niedrigstenergiestatus.
  • Angebote zum Umstieg auf ökologische oder öffentliche Verkehrsmittel: Radverleihsystem nextbike, e-bike Verleihsystem der Tourismusabteilung, die Erhaltung eines eigenen Citybusnetzes; Veranstaltungen zu e-Mobilität und Errichtung von drei Elektrotankstellen für PKW's in Baden; Partnergemeinde im Programm e-pendler niederösterreich, Modellregion für E-Mobilität
  • Umfassender Ausbau der Radinfrastruktur: Radwege, Stellplätze, Radgarage am Bahnhof etc.
  • Die Stadtgemeinde geht mit gutem Beispiel voran: monatliche Energiebuchhaltung für Gemeindegebäude, Ausbau der Biomasse - Nahwärmeanschlüsse inkl. Förderung für die BürgerInnen durch die Gemeinde; Errichtung von 18 PV-Anlagen auf Gemeindegebäuden mit einer Leistungskapazität von insgesamt 200 kWp (2011-2013);
  • Kommunale Förderung von Energiesparmaßnahmen und Umstieg auf erneuerbare Energieversorgung: gefördert werden z.B. Wärmedämmung der obersten und untersten Geschoßdecke, thermische Solaranlagen, Anschluss an biogene Fernwärme, PV-Anlagen, Hocheffizienzpumpen, sowie Passivhaus - Energieausweisberechnungen und Energieberatungen
  • Stadtgemeinde Baden erstellt laufend Verkehrskonzepte: Radverkehrskonzepte (1985/2000/2004), Parkraumkonzepte (2008), Citybus - Konzept (2011) und Evaluierungen der Umsetzungen (2004/2007), es werden laufend Projekte umgesetzt und es gibt eine nachweisliche Steigerung des Radverkehrsanteils.
  • Die Stadtgemeinde Baden hat als Grundlage für die energiepolitische Entwicklung erstellt: Stadtentwicklungskonzept (2011), Energiebilanz (2007), Umsetzungskonzept Klima-Energie-Modellregion Baden (2011)

weitere Vorreiterprojekte:

  • Umsetzungsprojekte als Klima- und  Energiemodellregion Baden (2011-2014)
  • PV-Bürgerbeteiligungsanlagen „Badener Sonnenkraft“ (2012, 2013) mit Sonnensparbuch-Finanzierung (Badener Sonnenkraft).
  • Vorbildhafte Neubauten: Kindergartenoffensive – alle neuen Kindergärten in Passivhausqualität (2009/10); NÖ Holzbaupreis 2010;
  • Vorbildhafte energetische Sanierungen: Volksschule am Pfarrplatz (Denkmalschutz), Wohnhausanlage (2011, 2012)
  • Gute energetische Sanierung beim Umbau der Volksschule Weikersdorf (neue Energiekennzahl 22, 2014 und in Umsetzung)
  • Baden hat ein eigenes e-Carsharing, "bea" (ab 2014)
  • Die Kläranlage Baden wurde einer umfassenden Energieanalyse unterzogen, die hohes Einsparpotenzial attestiert

Quantifizierbare Ergebnisse

  • Errichtung von PV-Anlagen durch die Gemeinde bis 2013: ca. 200.000 kWh/Jahr Solarstromproduktion
  • Aufgrund konsequenter Investitionen in die Förderung des Radfahrens konnte Baden seit 2003 den Radverkehrsanteil bereits von 6 % auf 12 % steigern. (Modal Split 2008: Rad - 10 %; zu Fuß - 25 %; ÖV - 12 %) Nicht zuletzt ist diese positive Entwicklung durch hohe Budgetmittel für den Ausbau der Radinfrastruktur im Jahr 2010 mit € 36,80 / EinwohnerIn begründet. Zudem wird der Citybus jährlich mit € 550.000,-- gefördert, dies entspricht einer Förderung von € 22,- pro EinwohnerIn.
  • Vorbildliche Sanierung der denkmalgeschützen Pfarrschule: Der Heizwärmebedarf konnte trotz Denkmalschutzauflagen um 45 % gesenkt werden.
  • Energieberatungen: 2012 konnten pro 1.000 EinwohnerInnen 3,6 Beratungen durchgeführt werden.
  • Anzahl Ausleihen nextbike: 6,28 Ausleihungen pro 1.000 EinwohnerInnen im Jahr 2012
  • Biomassenahwärme: 2.784,30 kWh pro EinwohnerIn
  • Die laufende Umstellung der Straßenbeleuchtung bringt trotz Erhöhung der Lichtpunkte eine Einsparung von 18% (2007 bis 2013)

Nachhaltige langfristige Perspektiven

Baden ist Klimaschutz-Vorreitergemeinde und erhöht dadurch die Lebensqualität in der Gemeinde auch für zukünftige Generationen.

Weiterführende Informationen und Kontakt

Stadtgemeinde Baden
Hauptplatz 1
2500 Baden

Klima- und Energiereferat
Dr. Gerfried Koch
Tel. +43 (0)2252 868 00 235
energiereferat@baden.gv.at

e5 Gemeinde Baden
e5 Auditbericht der Stadtgemeinde Baden
Energie- und Klimaseite der Stadt Baden
Badener SONNENKRAFT
Modellregion Badener Energiekur