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UGR LOgo

Rechtliches

Dämmung über Grundstücksgrenze

Überschreitet die Fassadendämmung eine Grundstücksgrenze, sollte die Baubehörde mit dem Antragsteller eine akzeptable Lösung finden.

Fassadendämmung
© L. Schwarz

Wärmedämmung hebt den Wohnkomfort, reduziert Heizkosten und hilft unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Je mehr gedämmt wird, desto besser. Probleme treten auf, wenn sich das Haus direkt an der Grundstücksgrenze zu öffentlichem Grund oder zu einem Nachbargrundstück befindet. Im Sinne des nachhaltigen Umweltschutzes ist es wünschenswert, hier eine Hilfestellung seitens der Gemeindevertretung anzubieten.

Grenze zu öffentlichem Grund

Laut Bauordnung darf für vor dem 1. Jänner 1997 baubehördlich bewilligte Gebäude eine Wärmeschutzverkleidung bis 20 cm angebracht werden. Seitens der Gemeinde sollte eine möglichst große Dämmstärke genehmigt werden. Die tatsächlich mögliche Dicke hängt von der Beurteilung der Rest-Gehsteigbreite ab und richtet sich nach der Fußgängerfrequenz. Es kann auch notwendig sein, einen Verkehrssachverständigen zu Rate zu ziehen.

Grenze zu Nachbargrundstück

Liegt die Außenwand direkt an der Grundstücksgrenze, darf ohne Einwilligung des Eigentümers des Nachbargrundstückes die  Wärmedämmung  die Grundstücksgrenze nicht überragen.

Rechtssicherheit schaffen

Empfehlen Sie Ihren BürgerInnen, ein Servitutrecht im Grundbuch zu verankern, in dem die Erlaubnis zur Benützung festgehalten ist. Alternativ ist ein privatrechtlicher Vertrag anzuraten, der so gestaltet ist, dass er auch für etwaige NachbesitzerInnen gültig ist. Für beide Varianten gilt die Empfehlung, die Dauer auf die Bestandsdauer des Objektes oder 100 Jahre zu begrenzen.
Alternativ kann der Grundstücksstreifen natürlich auch abgekauft werden. Üblicherweise wird eine Pacht für die zur Verfügung gestellte Fläche vereinbart.

Weitere Informationen geben die Bauordnung (§49 Anordnung von Bauwerken am Grundstück, Absatz 1 und in Folge §52 Vorbauten) sowie die Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS).

EFRE-Logo

Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at

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