hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

UGR LOgo

Newsletter-Archiv

Ausweisung von Offenlandflächen

Mit dem NÖ Kulturflächenschutzgesetz 2007 ist eine Aufforstung ohne behördlicher Genehmigung möglich. "Offenlandflächen" verhindern die ungewünschte Kulturumwandlung landwirtschaftlicher Flächen.

Offenlandfläche
© R. Burger

Der Rückgang von landwirtschaftlichen Betrieben und der damit einhergehenden Verwaldung der brach liegenden Flächen führt zu einer Änderung der Kulturlandschaft. Ebenso ist mit Änderungen der Agrarförderungen in der zukünftigen Förderperiode mit weiteren Stilllegungen und Aufforstungen von Grenzertragsböden zu rechnen. Es liegt nun in der Verantwortung der Gemeinden und ihrer BewohnerInnen gezielt jene Flächen zu benennen, die künfitig nicht in Wald umgewandelt werden sollen.

Wirkungsbereich der Offenlandflächen

Seit 2007 hat ein Teil der niederösterreichischen Gemeinden aber die Möglichkeit, in ihren Flächenwidmungsplänen „Offenlandflächen“ festzulegen. Die Ausweisung von Offenlandflächen verhindert die Kulturumwandlung von landwirtschaftliche Flächen bzw. erlaubt es den Kommunen Umwandlungen im öffentlichen Interesse zu steuern. Das Umwandlungsverbot der Kulturflächen, welches mit der Ausweisung der Offenlandflächen einhergeht, umfasst neben der klassischen Aufforstung folgende Bereiche:

  • Anlage von Christbaumkulturen
  • Anlage von Kurzumtriebsflächen mit einer Umtriebszeit bis zu 30 Jahren
  • Duldung des natürlichen Anfluges ab Erreichen einer Überschirmung von zwei Zehntel der Grundfläche (Naturverjüngung)
  • Anlage von Forstgärten und Forstsamenplantagen sowie
  • Anlage von Walnuss- oder Edelkastanienplantagen zur Gewinnung von Früchten

Zielsetzungen von Offenlandflächen

Gemeinden können durch die Ausweisung von Offenlandflächen Bereiche benennen, die künftig nicht in Wald umgewandelt werden sollen, um den Lebensraum für eine spezifische Fauna und Flora zu erhalten sowie zum Schutz des Landschaftsbildes. Auch Aspekte der Naherholung, des Fremdenverkehrs oder etwa der Siedlungsstruktur können wesentliche Indikatoren für die Festlegung von Offenlandflächen sein. So kann es aus Sicht des Tourismus von besonderer Bedeutung sein, dass die Landschaft offen gehalten bleibt, damit sich ein interessantes und abwechslungsreiches Landschaftsbild ergibt. Auch kann durch die gezielte Festsetzung der Offenlandflächen ungewünschte Beschattungen in bestehenden Ortschaften verhindert werden.

Weiterführender Link

Leitfaden für Gemeinden zur Ausweisung von Offenlandflächen